Handball-Oberliga Frauen: Erfolgreichste Spielzeit für die HSG Plesse-Hardenberg

Der HSG Plesse-Hardenberg kam mit Gelassenheit ans Ziel

Starker Rückhalt: Plesses reaktionsschnelle Torhüterin Carolin Menn hatte großen Anteil an der besten Oberligasaison der HSG-Frauen in der Vereinsgeschichte. Archivfoto:  zel

Nörten / Bovenden. In der Ruhe liegt die Kraft! Mit diesem Sprichwort stürmten die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg zur besten Platzierung ihrer noch jungen Oberligageschichte.

Nach den Rängen neun und sieben landete das Burgenteam nun auf einem bemerkenswerten vierten Platz und war damit bester Vertreter der Region.

Basis des Erfolges war unter anderem eine bärenstarke Deckungsleistung. Die HSG kassierte die zweitwenigsten Gegentreffer. „Durch die vorausgegangenen Verletzungen ist das Team noch enger zusammengerückt. Wir haben die Last besser verteilt“, erklärt Marc Helmstedt. Mit Maike Rombach und Celina Kunze sind zwei Talente aus den eigenen Reihen nachgerückt. Zu den Höhepunkten zählt der Betreuer die Derbysiege. Die sechs Duelle mit der heimischen Konkurrenz wurden durchweg gewonnen.

Überrascht hat Plesse in der dritten Oberligasaison mit neuer Auswärtsstärke. Stolze 15 Punkte wurden in fremden Hallen erobert. Das war vor allem in der Anfangsphase wichtig. In den ersten acht Begegnungen hatte die HSG nur zweimal Heimrecht. So gelang beim späteren Drittplatzierten TuS Bergen ein furioser 31:26-Triumph. Ab Mitte Dezember blieb man neun Spiele in Folge ungeschlagen. Beendet wurde diese Serie erst vom Meister aus Hollenstedt.

Im letzten Drittel der Saison konnte auch Lisa Sander nach langer Verletzungspause wieder mithelfen. Insgesamt kamen 20 Spielerinnen zum Einsatz. Erfolgreichste Torschützin war Sarah Strahlke.

Turm in der Abwehr

Turm in der Abwehr war häufig Carolin Menn. Ihre starke Leistung ist umso höher zu bewerten, da sie die Aufgabe zwischen den Pfosten häufig allein Schultern musste. „Das hat mich schon etwas verunsichert. Wenn es bei mir nicht lief, konnte niemand einspringen. Aber hier hat mich die Mannschaft immer unterstützt“, berichtet die Torhüterin.

Für den Saisonverlauf hat die 25-Jährige mehrere Erklärungen parat. „Die Erwartungen waren nicht zu hoch. So hatten wir in der Mannschaft eine große Gelassenheit. Das hat die Stimmung auch nach unnötigen Niederlagen immer wieder positiv beeinflusst.“ Hinzu kam die Ausgeglichenheit des Kaders und eine gute kämpferische Einstellung. „Das hat uns auf den letzten Metern häufig gerettet.“

An diversen erfolgreichen Rettungsaktionen hatte Menn mit starken Auftritten ihren Anteil. „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden.“ In der neuen Saison will sie sich aber noch steigern. Luft nach oben sieht sie auch bei ihrem Team. Der vierte Platz sei gut, „aber eigentlich hätten wir ja Dritter werden müssen“, wurmt die Niederlage am vorletzten Spieltag in Hannover noch immer. „Für das nächste Jahr müssen wir uns noch mehr vornehmen.“ (zys)

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