Sechs Zeitstrafen in erster Halbzeit

HSG Göttingen unterliegt Meister Plesse-Hardenberg 25:28

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Durchgesetzt: Göttingens Franziska Gräser (am Ball) kommt gegen Plesses Miriam Achler zum Torabschluss. 

Göttingen. Dafür, dass es eigentlich im letzten Saisonspiel um nichts mehr ging, war beim Südniedersachsen-Derby zwischen Aufsteiger HSG Göttingen und Oberliga-Meister HSG Plesse-Hardenberg eine Menge los.

Die Göttingerinnen zogen sich bei der 25:28 (14:12)-Heimniederlage gegen den Titelträger, der nicht aufsteigen will, achtbar aus der Affäre, Plesse drehte die Partie in der zweiten Halbzeit noch zum verdienten Sieg.

Die meiste Aufmerksamkeit zogen allerdings die beiden Schiedsrichter Weiß und Bartel aus Hannover auf sich. In der ersten Halbzeit sprachen sie sechs Zeitstrafen gegen die Gäste aus, keine für die gastgebende HSG. In der zweiten Hälfte hagelte es weitere sechs für das Plesse-Team, dessen Lisa Sander nach 54 Minuten Rot (3 x 2 min.) sah, weil sie fragte, warum es denn ein Stürmerfoul gewesen sei, das sie verübt haben sollte. Nach der Pause bekam dann auch das Göttinger Team sieben Strafen und Rot für Michelle Rösler (3 x 2 min.). Viele Feldverweise blieben ein Rätsel. „Viele Strafen gab es durch merkwürdige Regel-Auslegungen“, merkte Plesses Coach Tim Becker vorsichtig an, um sich nicht eine nachträgliche Sanktion einzuhandeln.

Besserer Start für Göttingen

Den besseren Start erwischten die Göttingerinnen, die 3:1 und 4:2 in Front gingen. Sarah Strahlke sorgte beim 4:5 für die erste Plesse-Führung, ehe Janica Voigt den ersten von gleich fünf Siebenmetern für die Heim-HSG vergab. Nach der Pause hielt Plesses starke Torfrau Caro Menn noch drei weitere Strafwürfe und ein halbes Dutzend freie Einwurf-Chancen. Den fünften Siebenmeter setzte Kimberly Schmieding an den Pfosten.

Zur Pause konnte Göttingen noch den 14:12-Vorsprung wahren, doch nach dem Wechsel übernahm der Meister immer mehr das Kommando, lag dann fast durchweg mit zwei, drei Treffern vorn (18:20/48., 21:24/54.). Plesses starke Linkshänderin Lisa Sander blieb im Gegensatz zu den Göttingerinnen nervenstark „vom Punkt“, verwandelte vier Strafwürfe. Wiederholt schlossen die Gäste auch per Tempogegenstoß erfolgreich ab. Am Ende gab auch Plesses breitere Bank den Ausschlag, während den Gastgeberinnen die Wechsel-Alternativen fehlten.

„Kein schönes Spiel, ein Arbeitssieg“, hielt Gästetrainer Tim Becker fest. „Caro Menn hat stark gehalten.“ Sein Göttinger Kollege Uwe Viebrans, dessen Team vor dem Spiel Rosen an den Meister verteilte: „Ein guter Abschluss. Wir waren kämpferisch stark.“

HSG Göttingen: Elkenz, Stopp – Tischer, Lieseberg 4, Jansen 3, Voigt 5/2, K. Schmieding 7/2, Rösler 4/1, Gräser 1, Lohmann, Albrecht 1.

HSG Plesse: Menn, Haertel - Herale, Henne 4, Sander 8/4, Strahlke 5, Hollender 4, Achler 2, Rombach 3, Bäcker 2, Kunze 1, Tietjen. (gsd)

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