Handball Oberliga Frauen

Göttinger Derby: Favorit HSG setzt sich gegen MTV durch

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Voller Einsatz: Geismars Meryem Stielow (am Ball) wird von der wieder ins HSG-team zurückgekehrten Lara Meroth geklammert.   

Göttingen. Am Ende blieben die „Machtverhältnisse“ im Göttinger Oberliga-Frauenhandball einmal gewahrt. Die HSG Göttingen gewann im Stadtderby beim MTV Geismar mit 30:24 (16:14) und sicherte sich so auch den zweiten Sieg gegen den Aufsteiger, der aber zumindest in der ersten Halbzeit dem Favoriten einige Gegenwehr leistete.

„Wir haben über die gesamte Zeit druckvoller gespielt und in der Abwehr gut verschoben. Allerdings war unsere Wurfausbeute vor der Pause schlecht“, räumte HSG-Trainer Uwe Viebrans ein.

Viebrans‘ Kollege Lennart Versemann war natürlich alles andere als erfreut nach der zehnten Niederlage in Folge: „Sehr ärgerlich! Phasenweise haben wir gut mitgehalten. Kurz vor und kurz nach der Pause sind wir aber eingebrochen. Da haben wir uns selbst ein Ei ins Nest gelegt.“

Geismar kurzzeitig 9:6 vorn

Nach Marieke Liesebergs erster Führung für die HSG übernahm zunächst Gastgeber MTV das Kommando auf dem Feld. Fiona Popp warf zur ersten Führung für Geismar ein (2:1), und die Mannschaft von Coach Versemann blieb auch danach zunächst weiter am Drücker. Nach 17 Minuten traf Laura Homfeldt sogar zum 9:6 für den MTV. Sollte sich da eine faustdicke Überraschung anbahnen?

Nein, dazu kam es dann doch nicht. Die HSGerinnen arbeiteten sich heran, kämpften unermüdlich und kamen nach 23 Minuten dann wieder zum Ausgleich durch Kimberly Schmieding. Für die HSGerin Franziska Gräser war die Partie schon zuvor zu Ende. Sie schlug bei einem Gäste-Angriff unglücklich mit dem Hinterkopf auf den Boden und konnte nicht weiterspielen.

Überhaupt war das Match von einigen Härten geprägt: So musste auch Geismars Nele-Marie Neuffer nach einem harten Körpertreffer raus und auch die kampferprobte HSGerin Michelle Rösler krümmte sich nach der Pause auf dem Hallenboden.

Bitter für den MTV, dass er vor der Halbzeit und gleich danach jeweils zwei HSG-Treffer kassierte - das meinte Trainer Versemann mit „Einbruch“. So war die Partie nach 37 Minuten praktisch entschieden, als die Gäste auf 20:15 davongezogen waren. Die MTVerinnen verkürzten zwar nochmal auf 17:20, doch mehr war nicht drin.

Gute Torhüterinnen

Die HSG profitierte Mitte der zweiten Hälfte zudem von ihrer starken Torhüterin Jennifer Uhl, die wiederholt gut parierte. Sie hatte mehr gute Phasen mit Paraden als ihre Gegenüber Nadine Merz, die aber insgesamt auch ein gutes Spiel zeigte.

„Wir haben uns wieder mal nicht belohnt“, meinte MTV-Coach Versemann. „Mit dem Klassenerhalt wird es schwierig.“ Kollege Viebrans fand noch einen weiteren Grund für den Sieg: „Wir haben das Tempo in der zweiten Halbzeit immer mehr angezogen.“

MTV Geismar: Merz, Linze - Jurkait 1, Neuffer 5, Stielow 2, Popp 2/1, Homfeldt 4/4, Schilling 2, Stiens 6, Diek 2, Gerberding, Schwarz.

HSG Göttingen: Uhl, Starke - Tischer, Wehnert, J. Schmieding 8/1, Bause 5, Lieseberg 2, K. Schmieding 4, Rösler 5/1, Albrecht 3, Gräser 1. (gsd)

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