Handball-Oberliga Frauen: HG Rosdorf-Grone unterliegt Eintracht Hildesheim 27:30

Gutenbergs kleine Serie vorbei

Harte Gegenwehr: Rosdorfs Miriam Leonard (2.v.r.) versucht, sich gegen Hildesheims Laura Savic (21) durchzusetzen. Links Anna Lucenko gegen Eintrachts Ivonne Krängel (10). Foto: Jelinek/gsd

Rosdorf. Zweimal hatte das Trainer-Wechselspiel bei den Oberliga-Handballerinnen der HG Rosdorf-Grone schon funktioniert. Wenn der gerade zum Chefcoach der Frauen beförderte Lenny Pietsch als Co-Trainer mit den Rosdorfer Männern unterwegs ist, springt Edda Gutenberg ein. Zweimal hatte es dabei zuletzt Siege gegeben. Am Samstag ging es nun zum ersten Mal daneben: Die HGerinnen verloren gegen Eintracht Hildesheim mit 27:30 (13:16) – eine verdiente Niederlage bleibt festzuhalten.

Denn die Rosdorferinnen leisteten sich bei ihrer ersten Heimschlappe in dieser Saison schlicht viel zu viele Konzentrationsschwächen, Abspielfehler und Fehlwürfe, die auch durch noch so viel Einsatz und Engagement nicht zu kompensieren waren. „Wir haben das Spiel in den ersten zehn Minuten verloren“, kommentierte HG-Trainerin Gutenberg nüchtern. „In der Deckung waren wir da viel zu passiv und sind nur hinterhergelaufen.“

13 Tore von Krängel

Treffend analysiert! Denn nach sechs Minuten hatten sich die Hildesheimerinnen schon einen kleinen 5:2-Vorsprung herausgeworfen, der nach zehn Minuten auf 8:3 angewachsen war, Da passte es irgendwie auch ins Bild, dass Maite Gutenberg den ersten von zwei Siebenmetern nicht verwandeln konnte. Über 6:11, 8:14 und 11:15 ging es weiter bis zum 13:16 zur Halbzeit.

In der Kabine schienen die HGerinnen dann neuen Schwung getankt zu haben. Miriam Leonard brachte sie auf 15:16 heran. Doch mit dem Ausgleich wollte es auch in der Folge einfach nicht mehr klappen. Nach 41 Minuten war Rosdorf erneut bis auf einen Treffer zum 20:21 herangekommen. Doch immer, wenn der Ausgleich im Bereich des Möglichen lag, gab es wieder die erwähnten Unkonzentriertheiten. „So haben wir uns die Niederlage selbst zuzuschreiben“, meinte Edda Gutenberg. „Außerdem haben wir uns immer wieder von Hildesheims Spielmacherin Ivonne Krängel und Kreisläuferin Tabea Rook knacken lassen.“

Krängel kam auf starke 13 Tore, Rook auf fünf. Dieses Eintracht-Duo konnte die HG nicht den Griff bekommen.

So ging auch das HG-Debüt von Silvana Eisenhauer letztlich daneben. Aus Studiengründen kam die Wilhelmshavenerin nach Göttingen, hatte trotz ihrer roten Karte (55., 3 x 2 min.) mit fünf Treffern eine gute persönliche Bilanz, doch fürs Team waren die Punkte letztlich futsch.

PS. Erwähnenswert noch das Siebenmeter-Verhältnis: Vier für die HG (zweimal Maite Gutenberg), neun für die Gäste (neunmal Krängel). Heimschiedsrichter waren die Referees Steffens und Warnke wahrlich nicht.

HG: Schlote, Lange - wette 5, Eichhofer 2, M. Gutenberg 5/2, Hille 2, Lucenko 4, Jeep, Michelsen, Schrader, Kehler, Leonard 4, Seifert, Eisenhauer 5. (gsd)

Von Helmut Anschütz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.