Handball-Oberliga Frauen

HSG Göttingen fällt auf Abstiegsplatz zurück

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Harte Attacke: Göttingens Franziska Gräser (am Ball) wird von Schaumburgs Lena Brockmann (links) und Thea Reinkens am Torwurf gehindert.

36 Tore geworfen – das müsste in einem Heimspiel der HSG Göttingen in der Handball-Oberliga normalerweise für einen Sieg reichen. Doch wenn fast jeder Wurf der HSG Schaumburg Nord erfolgreich ist, weil die beiden Torfrauen kaum einmal einen Ball halten, dann kommt eine 36:42 (16:23)-Niederlage zustande.

In der Tat, von den insgesamt 45 Würfen der Gäste auf das Göttinger Gehäuse wurden lediglich drei Würfe in der zweiten Halbzeit von Dariah-Sohreh Seradj abgewehrt. Alle 23 Würfe der Schaumburgerinnen in den ersten 30 Minuten landeten hingegen im Göttinger Kasten. Da half auch kein Torfrau-Wechsel. Auch für Göttingens Trainer Uwe Viebrans war die Schwäche seiner Torfrauen der Knackpunkt für diese Niederlage, die die HSG Göttingen auf einen Abstiegsplatz, zurückfallen ließ. „Da reißt du dir vorn den A... auf. Wenn dann aber hinten kein Wurf gehalten wird...“, so Viebrans. Hinzu kam dann auch noch das Pech, dass Würfe am Innenpfosten landeten, aber nicht ins Tor sprangen, wie dies häufig aufseiten von Schaumburg der Fall war.

„Wir haben das Spiel bereits in der ersten Halbzeit weggeschenkt“, meinte der Göttinger Coach. Immer wieder konnte sich Wiebke Schindler energisch und erfolgreich am gegnerischen Kreis durchsetzen und war so mit acht Treffern zweitbeste Werferin ihres Teams, das sich durch einen 4:0-Lauf von 6:5 auf 10: 5 absetzen konnte. In das Spiel der Gastgeberinnen schlichen sich zudem viele Abspielfehler ein, die die Gäste immer wieder durch erfolgreiche Tempogegenstöße bestraften.

Nach dem Wechsel stand zwar die Göttinger Abwehr kompakter, hatte nun auch Schindler, die alle acht Tore in der ersten Halbzeit geworfen hatte, besser im Griff und setzte vorn ihre Außen Vivien Tischer und Antonia Albrecht erfolgreich in Szene, doch auf mehr als vier Tore kamen die Göttingerinnen nicht heran, weil auch Insa Pinkenburg, mit 14 Toren erfolgreichste Gästewerferin, nicht zu halten war.  gsd

HSG:Seradj, Elkenz - Tischer 5/1, Grabowski, Janina Schmieding 6/3, Natalie Bause, Nadine Bause 2, Schilling 2, Meroth 4/2, Rösler 10, Albrecht 4, Gräser 3.

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