Handball-Oberliga Frauen

HSG Göttingen gegen HSG Plesse: Des einen Pech ist des anderen Glück

Hochgestiegen: Plesses Maike Rombach (am Ball), hier im Hinspiel gegen die Göttingerinnen (von links) Lara Meroth, Franziska Gräser und Natalie Bause, war mit 13 Treffern erfolgreichste Werferin. 

Das Pech der einen HSG ist das Glück der anderen HSG. Am Ende hätte dieses Derby in der Handball-Oberliga der Frauen gerechterweise Unentschieden enden müssen. Doch schlussendlich siegte die HSG Plesse-Hardenberg überaus glücklich mit 29:28 (13:16) gegen eine niedergeschlagene HSG Göttingen.

So sah es denn auch Plesses Trainer Yunus Boyraz und gab ehrlicherweise zu: „Göttingen hätte einen Punkt verdient gehabt.“ Doch einmal mehr erwies sich die alte Weisheit, dass, wenn man unten steht, man ein knappes Spiel meist verliert. „Hinzu kam, dass das Schiedsrichtergespann ähnliche Situationen auf beiden Seiten mit unterschiedlicher Auffassung pfiff“, meinte Göttingens Coach Uwe Viebrans. „Wir haben wie schon in Badenstedt vor einer Woche mit einer dezimierten Mannschaft ein Superspiel abgeliefert, stehen am Ende aber wieder ohne Punkte da“, ergänzte Viebrans. Es fehlen dem Tabellenvorletzten weiterhin fünf Punkte zum rettenden Ufer.

Dabei begann diese Partie vielversprechend für die Gastgeberinnen, die mit 3:1 und 4:2 in Führung gingen. In der 14. Minute schafften die Gäste mit 7:6 die erstmalige Führung. Doch mit einem 4:0-Lauf drehte Göttingen zwischenzeitlich das Spiel, ging mit 14:12 seinerseits in Führung und mit 16:13 in die Halbzeitpause.

„In der Schlussphase der ersten Halbzeit haben wir schwach agiert, kamen dann aber stark aus der Pause“, so Boyraz. Aus dem 13:16 machte Plesse mit einem 5:0-Lauf ein 18:16. Das lag vor allem auch daran, dass Plesses Torfrau Carolin Menn erstmals eingewechselt wurde und die ersten drei Würfe der Göttingerinnen glänzend parieren konnte.

In der Folgezeit blieb diese Begegnung sehr eng, doch gelang es den Gästen nach 53 Minuten immerhin, einen Vorsprung von drei Toren zum 26:23 herauszuwerfen. Die Vorentscheidung? Nein, Göttingen blieb aber hartnäckig dran, schaffte zwei Minuten vor Schluss den 27:27-Ausgleich. Marielena Henne brachte Plesse aber wieder mit 28:27 nach vorn, Nadine Bause konnte zum 28:28 ausgleichen. Eine Minute vor Schluss stellte Boyraz sein Team in der Auszeit noch einmal neu ein. Der überragenden Maike Rombach blieb es vorbehalten, aus dem Rückraum mit ihrem 13 Treffer den glücklichen Sieg auf den Weg zu sichern.

„Wir haben es dann bis zum Schluss durchgespielt“, zog Boyraz ein nüchternes Fazit. „Im Prinzip haben wir alles richtig gemacht, sind dafür aber nicht belohnt worden“, meinte der erneut desillusionierte Viebrans.

HSG Göttingen: Elkenz, Stopp - Tischer 2, Grabowski, Janina Schmieding 6, Natalie Bause, Meroth 1, K. Schmieding 5, Albrecht, Gräser 6, Pölkner 1, Albrecht.

HSG Plesse: Menn, Röhrs - Rombach 13/4, Henne 1, Hille 4, Schob, Bünker 2, Schütze, Minhöfer, Al Najem 4, Herale 4, Müller, Hemke 1.  gsd

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