Handball-Oberliga Frauen

HSG Göttingen: Siebenmeter in letzter Sekunde vergeben

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Harter Zweikampf: Göttingens Franziska Gräser (li.), die später Rot sah, gegen Hildesheims Kaja Strüver. 

Für die Oberliga-Handballerinnen der HSG Göttingen ging es im Heimspiel gegen Eintracht Hildesheim auf der Gefühls-Achterbahn hoch und runter. Auf der einen Seite freuten sie sich über das 31:31 (18:15) gegen das Team von Trainer Frank Mai, weil sie nur mit einem Mini-Team antreten konnten.

Dennoch überwog am Ende der Frust: Mit Schluss scheiterte Lara Meroth mit einem Siebenmeter an Eintracht-Torhüterin Emily Altenhofen – bis dahin hatte sie alle Strafwürfe verwandelt. Zudem verspielte die HSG einen Fünf-Tore-Vorsprung (31:26, 53. Minute).

„Wir hatten nur sieben Feldspielerinnen, deshalb freuen wir uns über den Punkt“, gewann HSG-Coach Uwe Viebrans dem Remis noch etwas Positives ab. Grabowsky (krank), Tischer (privat verhindert) und Pölkner (Urlaub) fielen kurzfristig aus, so blieb nur eine Auswechselspielerin. Solchermaßen gehandicapt machte es die Rumpf-HSG aber dennoch gut vor der Pause. Das 18:15 zur Halbzeit war aller Ehren wert.

Nach Wiederbeginn geriet die HSG aber drei Mal mit einem Tor ins Hintertreffen, was Meroth aber mit zwei verwandelten Strafwürfen zum 24:22 wieder drehte. Nach gut 53 Minuten lagen die Göttingerinnen sogar 31:26 in Front, als die Schiedsrichterinnen in den letzten fünfeinhalb Minuten Zeitstrafen an Janina Schmieding, Franziska Gräser (und Rot nach 3 x2 min.) sowie Antonia Albrecht verteilten. Die HSG also kurzzeitig sogar mit Vier gegen Sechs auf dem Feld.

Hildesheim nutzte die nummerische Überlegenheit, holte Tor um Tor auf, obwohl HSG-Torhüterin Elkenz einen Siebenmeter von Eintrachts bester Torschützin Esther Pollex (11/8) meisterte. Als Lara Meroth acht Sekunden vor Schluss gefoult wurde, hatte sie selbst den zweiten HSG-Punkt in der Hand – scheiterte jedoch. „Ärgerlich“, fand Viebrans, der beklagte: „Fragwürdige Entscheidungen haben uns um den Sieg gebracht.“ Wegen des Mini-Kaders war er letztlich doch mit dem Punkt zufrieden. Kollege Mai: „Die HSG spielte stark und hat uns sehr gefordert.“

HSG: Elkenz, Stopp - Retzlik, J. Schmieding 12/7, Nat. Bause 1, Nad. Bause 3, K. Schmieding 5, Meroth 7/3, Albrecht 1, Gräser 2.  haz/gsd

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