Handball-Oberliga Frauen

HSG Plesse dreht das Derby gegen die HSG Göttingen

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Allein gegen alle: Plesses Maike Rombach (am Ball) zieht ab. Die Göttingerinnen Lara Meroth (links) und Franziska Gräs er (Zweite von links) können sie nicht aufhalten. 

Nörten – Beim 26:22 (11:12)-Heimsieg über die HSG Göttingen haben sich die Oberliga-Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen.

Der Start in die Heimpremiere missglückte den Burgfrauen: Nach nur drei Minuten lagen sie 0:3 zurück und nach zwölf Minuten 1:7. Da allerdings hatte Burgen-Trainer Yunus Boyraz bereits einen spielentscheidenden Wechsel vorgenommen, indem er Carolin Menn, die zu Beginn auf der Bank saß, zwischen die Pfosten schickte (5. Minute). An ihr verzweifelten – je länger die Partie dauerte, umso mehr – die Göttinger Angreiferinnen. Allein nach der Pause hielt Menn mit acht Paraden (darunter ein Siebenmeter) ihr Team im Spiel und gab ihm dann auch noch den nötigen Rückhalt für den Sieg.

Um den machte sich in der Offensive vor allem Lara Al Najem verdient, die immer wieder von links (fünfmal) oder vom Punkt (sechsmal) traf. Neben der herausragenden Linksaußen verdiente sich aber das ganze Team gute Noten, die deutlich über Fleißkärtchen hinausgingen.

Was vor allem beeindruckte, war die hartnäckige Weigerung, sich geschlagen zu geben. Nach dem 1:7 kämpfte das Burgenteam sich über 7:9 (24.) auf 11:12 (30.) heran, und – nach einem erneutem Stotterstart in den zweiten Durchgang – von 13:16 (37.) zum 18:18-Ausgleich, dem zwei Minuten später Julia Herale die erste Führung der Gastgeberinnen (20:19) folgen ließ. Beim 23:20 (55.) war der Sieg dann eingetütet. Nicht zuletzt, weil Boyraz seine Defensive im strikten 6-0 angeordnet hatte: „Göttingen hat seine Offensiv-Stärken im Nahbereich. Dem konnten wir am besten im Verbund beikommen.“

Der mögliche Sieg war den Göttingerinnen aus den Händen geglitten, weil sie in einem lange Zeit gleichwertig geführten Spiel (21:20/50.) aus ihren Chancen zu wenig machten, das sah auch Göttingens Coach Uwe Viebrans so: „Wir haben nach der Pause unsere Chancen nicht reingemacht. Machen wir die, gewinnen wir die Partie.“

Göttingens Coach hatte allein acht vergebene Möglichkeiten auf seinem Zettel. Dies und die Ausfälle der im Rückraum vermissten Nadine Bause (46./dritte Zeitstrafe) und Lara Meroth (schied in der 48. angeschlagen aus) hätten den Ausschlag gegen seine Mannschaft gegeben.

HSG Plesse/Hardenberg: Merz, Menn (ab 5.) - Al Najeem 11/6, Rombach 4/1, Bünker 3, Hille 3, Herale 2, Schob 2, Müller 1, Behrends, Hemke, Henne, Minhöfer.

HSG Göttingen: Elkenz, Seradj - Rösler 8, Meroth 8/5, J. Schmieding 2, K. Schmieding 2/1, Gräser 1, Schilling 1, Albrecht, Bause, Lieseberg, Pölkner.  eko

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