Handball-Oberliga

Plesse-Frauen sichern sich den Klassenerhalt in der Oberliga 

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In die Zange genommen: Plesses Marilena Henne (am Ball) gegen Geismars Nele Neuffer (rechts) und Dorothee Arthaus. 

Der HSG Plesse-Hardenberg sichterte sich durch einen 25:23-Sieg über Heidmark den Klassenerhalt in der Oberliga. Am Ende stehen sie im ersten Jahr nach dem Abenteuer „3. Liga“ auf Rang neun.

Von einer „turbulenten Saison“ spricht Yunus Boyraz rückblickend auf seine ersten acht Monate als Chefcoach der Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg, die erst durch einen 25:23-Heimsieg über Heidmark am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt in der Oberliga sicherten. Am Ende sprang im Jahr eins nach dem Abenteuer „3. Liga“ ein neunter Rang heraus.

Von einer „turbulenten Saison“ spricht Yunus Boyraz rückblickend auf seine ersten acht Monate als Chefcoach der Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg. „Mein persönliches Ziel war schon weiter vorn“, bekennt Boyraz. „Platz vier bis sechs wäre auch möglich gewesen. Aber wir haben zu viele Punkte leichtfertig hergeschenkt.“ Für einen optimalen Saisonverlauf wäre aus seiner Sicht eine gemeinsame Vorbereitung nötig gewesen. Die gab es nicht.

Stattdessen eher „hausgemachte Probleme, die man nicht so einfach aus der Welt schafft. Dazu haben wir eine Saison gebraucht.“ Unmittelbar vor deren Startschuss gab es beim Burgenteam einen Wechsel auf der Kommandobrücke. Dominik Warnecke, Nachfolger von Tim Becker, und die HSG – das passte aus Vereinssicht nicht zusammen. Man trennte sich nach der Pokalpleite in Rosdorf.

„Es gab dann viele coole Erlebnisse“, erinnert sich Yunus Boyraz. Gemeint ist der Derbysieg über die HSG Göttingen, das fulminante 31:20-Husarenstück über den Tabellendritten Rohrsen oder die famose Aufholjagd beim 28:27 in eigener Halle über Hollenstedt. Überhaupt war das Team vor heimischer Kulisse trotz widriger Umstände in der zweiten Saisonhälfte erfreulich konstant. Neun Partien am Stück wurden mit guten Leistungen unbeschadet überstanden. Dennoch mussten Mannschaft, Fans und Trainerteam durch ein Wechselbad der Gefühle.

Aus Sicht des Coaches waren dafür in erster Linie mentale Probleme verantwortlich. „Wenn wir hinten lagen, gingen die Köpfe früh nach unten. Die jungen Spielerinnen waren noch nicht ganz so weit. Als wir uns stabilisiert hatten, kam das Verletzungspech hinzu.“ Maike Rombach und Devi Hille fielen längere Zeit aus. Das machte sich vor allem im Rückraum bemerkbar.

Nun aber geht der Blick nach vorn. Es folgt eine sechswöchige Pause. „Es ist gut, dass etwas Ruhe einkehrt. Die Mannschaft braucht die Zeit, um aufzutanken.“ Am 2. Juli beginnt die Vorbereitung. Nicht mehr mit dabei sind dann Caro Hübers (zurück nach Söhre), Lena Seitz (Handballpause) und Rica Reinholz (Studium).

Für die neue Spielzeit kann Teammanagerin Maike Lapschies bereits zwei Neuzugänge vermelden. Vom hessischen Oberligisten Eintracht Böddiger kommt Nora Minhöfer. Die 20-jährige Kreisläuferin trainiert bereits seit längerer Zeit mit dem Team und absolviert in Göttingen ein duales Studium zur medizinisch-technischen Laborassistentin. Zwei Jahre älter ist Nadine Merz. Sie studiert Englisch und Geschichte auf Lehramt und stand bisher beim MTV Geismar zwischen den Pfosten. 

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