Handball-Oberliga Frauen: Rosdorf-Grone vor dem Umbruch, sechs Spielerinnen weg

Kontinuität nur bei der HSG

Umkämpfte Derbys: Rosdorfs Maite Gutenberg (M.) gegen die HSGerinnen Michelle Rösler (links) und Mareike Lieseberg. Zuhause schlug die HSG die HG 34:29, bei der HSG verlor Rosdorf 23:27. Foto: zje/gsd

Göttingen. Eine zufriedenstellende Bilanz können die beiden Göttinger Teams in der Handball-Oberliga der Frauen ziehen. Am letzten Spieltag hat die HG Rosdorf-Grone noch Aufsteiger HSG Göttingen überholt und beendete die Serie als Sechster. Der Ausblick bei den Rosdorferinnen fällt dagegen schwieriger.

Bei den HGerinnen, die auch in der kommenden Saison weiter von Lennart Pietsch in Zusammenarbeit mit Edda Gutenberg trainiert werden, wird es einen personellen Umbruch geben, schon sechs Abgänge stehen fest. Torhüterin Anna-Katharina Lange geht studienbedingt zurück nach Köln, Mandy Schrader ist mit ihrem Lehrer-Referendariat fertig. Rike Jeep und Anne Eichhofer legen ein Auslandssemester ein. Michelsen ist mit ihrem Studium fertig. Kreisläuferin Anna Lucenko wohnt seit zwei Jahren bereits in Hannover, pendelte stets zu Spielen und Training.

Spielerinnensuche an der Uni

„Einfach wird’s nicht, wenn drei Spielerinnen aus der Stamm-Sieben gehen – das ist schon ordentlich“, sagt der Coach (26), der selbst noch studiert (Sport, Geschichte). Er und die HG-Verantwortlichen setzen nun auf die Universität, um so neue Spielerinnen zu gewinnen. „Auch aus eigenen Kreisen wollen wir den Verlust auffangen“, sagt Pietsch. Dass es in der Region vier Oberligisten gibt, macht die Suche nicht einfacher.

Am Saisonverlauf gab es bei der HG wenig zu meckern. „Nach den Querelen zu Saisonbeginn mit dem Abgang von Frank Mai und wenig Personal in den Vorbereitungsspielen sind wir mit Platz sechs mehr als zufrieden“, sagt Pietsch. Bei Meister Plesse siegt man auswärts mit zehn Toren. Devi Hille und andere junge Spielerinnen haben „einen Riesen-Schritt“ gemacht, so der HG-Coach.

Sicher dringeblieben

Dessen HSG-Kollege Uwe Viebrans hat an seinem Team auch wenig auszusetzen. Der Aufsteiger wurde als sofortiger Absteiger belächelt, legte jedoch eine sichere Saison hin. „Wir haben viel besser abgeschnitten als gedacht“, hat der HSG-Trainer schon seit Wochen stets wiederholt.

Die HSG hat sich als überaus eingespielte Mannschaft präsentiert – eine große Stärke des Teams, das über lange Zeit in den Schmieding-Schwestern Kimberly und Janina treffsichere Torschützinnen hatte. Auch Michelle Rösler und Janica Voigt gehörten im kleinen Kader durchweg zu den Aktivposten des Teams.

Während in Rosdorf personelle Fluktuation angesagt ist, herrscht beim Nachbarn Kontinuität. Bis auf Torhüterin Roloff bleibt das Team zusammen. Dass die HSG in der Tabelle noch hinter Rosdorf rutschte, stört Viebrans dagegen kaum. (haz/gsd)

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