Handball-Oberliga Frauen: Northeim fordert Sonntag den Hannoverschen SC

Der Ligakrösus schwächelt

Da fliegen die Haare: Gegen Hannover könnte der Northeimer HC mit Miriam Kelm nach Punkten zum Tabellenführer aufschließen. Archivfoto: zhp

Northeim. Spitzenspiel in der Handball-Oberliga der Frauen! Der Northeimer HC erwartet am Sonntag ab 17 Uhr in der Schuhwallhalle den Hannoverschen SC, der zurzeit mit einem Punkt Vorsprung die Tabelle vor der HSG Plesse-Hardenberg anführt. Mit einem weiteren Zähler Abstand folgt Northeim auf Rang drei.

Trotz des Heimvorteils betrachtet Trainer Carsten Barnkothe seine Mannschaft als Außenseiter. „Es ist schon eine richtig tolle Leistung, dass wir mit unserer jungen Mannschaft überhaupt so weit oben stehen“, sagt er. Erwartet hatte man angesichts der in großen Teilen neu zusammengestellten Crew, dass die Saison vor allem im Zeichen des Kampfes um den Klassenerhalt stehen würde.

Momentan beeindruckt die Truppe Woche für Woche mit ihrer gleichmäßigen Besetzung. Ausfälle einzelner Spielerinnen wurden stets kompensiert. Besonders stolz ist man auf die gute Defensive. 193 Gegentore in zehn Spielen ist der beste Wert der Liga. Großen Anteil daran haben die Torhüterinnen Duaa Mugames und Anne Zwenger, die auch stets Ausgangspunkt für Tempogegenstöße sind.

Möglicherweise könnte dies das Erfolgsrezept gegen die Hannoveranerinnen werden. Die haben am vergangenen Spieltag daheim überraschend deutlich das Gipfeltreffen gegen Plesse-Hardenberg mit 27:33 verloren. Eine Woche zuvor gab es bei der HG Rosdorf-Grone beim 26:26 den bis dato ersten Punktverlust überhaupt.

Ein Knackpunkt, so der HSC selbstkritisch, ist jeweils die mangelnde Abstimmung zwischen Abwehr und Torhüterin gewesen. Außerdem habe der Angriff nicht den sonst üblichen Druck aufbauen können.

Dass die Gäste aber auch anders können, haben sie beispielsweise im Oktober beim sensationell hohen 51:25-Sieg (!) über die HSG Göttingen gezeigt, die zurzeit auf Rang fünf rangiert und mit 15:5 Punkten wahrlich keine Laufkundschaft ist.

Personell kann der Northeimer HC nicht ganz aus dem Vollen schöpfen. Marie Barnkothe ist weiter angeschlagen. Auch Annika Strupeit ist nicht fit, Barnkothe hofft aber, dass sie Sonntag wieder dabei sein kann.

Sein Wunsch ist eine volle Halle. Zuvor, ab 14.45 Uhr, kommt es bereits zum Topspiel in der Regionsoberliga zwischen dem Northeimer HC II und der HSG Rhumetal II. „Ein erfolgreicher Frauenhandball-Tag mit zwei NHC-Siegen: Das wär‘s!“ (zhp)

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