Handball-Oberliga Frauen: Sonntag steigt Derby Northeim gegen Plesse

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Es geht zur Sache: Im Hinspiel bekam in dieser Szene Northeims Tanja Weitemeier zu spüren, dass im Derby nichts verschenkt wird. Sonntag hat ihr NHC die HSG Plesse zum zweiten Duell in dieser Saison zu Gast in der Schuhwallhalle.

Northeim / Nörten / Bovenden. Wenn sich Sonntag ab 15 Uhr in der Schuhwallhalle die Oberliga-Handballerinnen des Northeimer HC und der HSG Plesse-Hardenberg im Derby gegenüberstehen, geht es um mehr als nur zwei Punkte.

Neben dem nicht ganz unwichtigen Prestige geht es auch darum, im Titelrennen am Ball zu bleiben. Siegt der NHC, wären die Burgfrauen ihren Platz an der Sonne auf jeden Fall los.

Die Ausgangslage

An der Tabellenspitze der Oberliga ist es unglaublich eng. Plesse (30:8 Punkte), die HSG Heidmark (29:9), der Hannoversche SC (29:9) und Northeim (27:9) liegen fast gleichauf. Die Konkurrenz drückt vermutlich am ehesten dem NHC die Daumen, der auch noch ein Nachholspiel (nächsten Samstag in Rosdorf) in der Hinterhand hat. Heidmark (gegen Garßen-Celle II) und Hannover (gegen Lüneburg) stehen vor vermeintlichen Pflichtsiegen im letzten Spiel vor Ostern.

Das sagen die Trainer

Northeims Coach Carsten Barnkothe reklamiert für seine Mannschaft, dass sie befreit aufspielen kann. „Wir haben in dieser Saison schon jetzt mehr erreicht, als wir uns je vorgenommen hatten“, sagt er mit Blick darauf, dass er das Team nach zahlreichen Abgängen in weiten Teilen neu formieren musste.

Plesses Trainer Tim Becker, gerade glücklicher Vater geworden, ist zuversichtlich. Er hat zwar noch das Scheitern seiner Mannschaft vor zwei Wochen im Derby gegen Rosdorf im Hinterkopf (24:33), doch zuletzt gab es einen 36:22-Sieg bei der HSG Hannover-West und dazu eine gehörige Portion frisches Selbstvertrauen. „Dort haben wir uns rehabilitiert. Trotzdem wissen wir natürlich, dass es in Northeim sehr, sehr schwer für uns wird.“

Die Kader

Beide Teams wollen (natürlich) am liebsten in Bestbesetzung antreten. Doch klappen tut dies in vollem Umfang nur beim NHC. Alles gut, alle fit, meldet Barnkothe. Bei den Burgfrauen ist der Kader durch Verletzungen auf zehn Feldspielerinnen zusammengeschmolzen.

Die Taktik

In die Feinheiten ihrer Pläne lassen sich die Übungsleiter natürlich nicht schauen. Sicher ist jedoch, dass beide auf ihre starken Deckungsreihen bauen werden. Für den Northeimer HC wird es darauf ankommen, den Druck zu neutralisieren, der von Plesses Rückraum um Lisa Sander und Sarah Strahlke ausgeht. Barnkothe: „Da müssen wir hellwach sein.“

Plesse wird auf der anderen Seite ein Mittel gegen das Konterspiel der Heimsieben finden müssen. Becker: „Wir müssen im Angriff Druck machen.“ Gegen Northeims Defensive, die beste der Liga, dürfte das keine leichte Aufgabe sein. Gut, dass Plesse die beste Offensive der Spielklasse stellt. (zhp)

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