Handball-Oberliga Frauen: HSG Plesse-Hardenberg empfängt den Northeimer HC

Neue Vorzeichen im Derby

Zurück nach Verletzung: Lisa Sander (am Ball) will mit ihrer HSG Plesse am Sonntag auch das zweite Duell gegen Northeim in dieser Saison gewinnen. Archivfoto:  zje

Nörten / Northeim. Unter neuen Vorzeichen geht am Sonntag ab 17 Uhr in Nörten das Derby in der Handball-Oberliga zwischen den Frauenteams der HSG Plesse-Hardenberg und des Northeimer HC über die Bühne.

Bisher trugen die Gäste aus der Kreisstadt in diesem nachbarschaftlichen Vergleich stets die Favoritenbürde. Im Hinspiel Anfang Januar aber gelang dem Burgenteam beim 16:12 in der Schuhwallhalle der erste Pflichtspielsieg über den NHC. Der liegt auch im Klassement vier Zähler zurück. Eine ungewohnte Rolle für den Titelverteidiger.

Diese kommt aber für Annika Freyberg keineswegs überraschend. „Unser Ziel war ein einstelliger Tabellenplatz. Es war zu erwarten, dass wir uns schwerer tun würden als in den vergangenen Jahren.“ Das erkläre sich durch das Karriereende von Yvonne Wode, viele Verletzungen und den Einbau neuer Spielerinnen.

Mit ihrer eigenen Leistung ist die Kreisläuferin des NHC zufrieden. „Über die Deckungsleistung wird sich niemand beschweren. Aber im Angriff ist noch Luft. Da möchte ich mich weiterentwickeln.“

Vorher gilt aber die ganze Konzentration dem Nachbarschaftsduell. „Nach Geismar sind wir heiß auf den nächsten Derbysieg. Schließlich haben wir noch eine Rechnung offen“, erinnert sich die 27-Jährige nur ungern an den ersten Vergleich. „Da haben wir uns nicht gut angestellt.“

Gut hat sich in dieser Spielzeit das Burgenteam angestellt. „Es sind zwar immer noch einige Schwankungen drin. Zuletzt haben wir uns aber in der Abwehr noch gesteigert. Wenn am Ende wirklich Platz drei herauskommen sollte, wäre das eine gute Leistung“, fällt die Saisonbewertung durch Lisa Sander positiv aus.

Die 21-Jährige ist nach ihrer schweren Knieverletzung aus dem November 2013 erst im Februar diesen Jahres wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Es klappt schon wieder alles ganz gut. Während des Spiels kann ich das gut ausblenden. Manchmal kann ich es aber immer noch kaum glauben, dass ich wieder Handball spielen kann.“

Mit ihrem Einsatzwillen und ihrer Durchschlagskraft wird die Rückraumspielerin, die in Leipzig Sonderpädagogik studiert, sicher schnell wieder eine wichtige Rolle im Team einnehmen. Das will sie auch im Derby unter Beweis stellen. „Wir tun uns gegen Northeim immer schwer. Es wird sicher spannend und körperbetont zugehen. Am Ende dürfte die Tagesform den Ausschlag geben.“ (zys) Foto: zys

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