Handball-Oberliga Frauen: Plesse-Hardenberg siegt ohne Esprit gegen Lüneburg

Nicht wie ein Spitzenreiter

Vier Tore: Plesses Marilena Henne lässt hier die Lüneburgerin Laura Carstens hinter sich. Foto: zje

Bovenden. Ganz und gar nicht wie ein Spitzenreiter präsentierten sich die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg am Samstag im Oberliga-Heimspiel gegen den HV Lüneburg. Dennoch wurde die frisch erworbene Tabellenführung in Bovenden mit einem allerdings glanzlosen 22:18 (14:10)-Erfolg verteidigt.

Die beiden Pluspunkte und eine gute Deckungsleistung nach der Pause verbuchte Tim Becker nach 60 Minuten Magerkost auf der Habenseite. Vielleicht darf man auch noch das Comeback von Annika Hollender hinzufügen. Damit endet aber auch schon die Aufzählung der positiven Erkenntnisse. „Acht Tore in der zweiten Halbzeit sind zu wenig. Im Angriff haben wir nicht das gezeigt, was wir können. Das war eine schwache Leistung“, bekannte Plesses Coach.

Seine Schützlinge lagen nach zwei Minuten 0:3 im Hintertreffen. Die erste Führung gelang erst nach zwölf Minuten durch einen Strafwurf von Lisa Sander zum 6:5. Bis zum 10:9 blieb es eng, ehe sich die HSG in der Schlussphase des ersten Abschnitts doch noch etwas absetzen konnte.

Wer mit Wiederbeginn auf eine Steigerung gesetzt hatte, wurde enttäuscht. Spielfluss, Gegenstöße, Kombinationen? Alles Fehlanzeige! Das Geschehen gestaltete sich zunehmend zerfahrener. Davon profitierten am ehesten die Gäste. Die durften nach dem Anschlusstreffer zum 16:17 (44.) sogar kurzzeitig an einer Überraschung schnuppern. Zwei Gegenstöße verschafften Plesse aber schnell wieder etwas Luft. Mehr schlecht als recht wurde der Arbeitssieg in der Schlussviertelstunde über die Ziellinie transportiert.

Ein großes Kompliment muss man dem Gast machen. Mit nur neun Spielerinnen angereist, wurden zwei verletzungsbedingte Ausfälle im Spielverlauf und eine rote Karte mit Bravour weggesteckt. „Wir haben super gekämpft und Plesse geärgert. Wir wollten beweisen, dass wir in die Liga gehören. Das ist uns heute gelungen, denke ich“, sagte die starke Torfrau Ilka Sader.

HSG: Menn, Haertel - Herale 1, Henne 4, Hemke 2, Sander 7/3, Strahlke 2, Hollender 1, Achler, Rombach 3, Bäcker 2, Kunze. (zys)

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