Handball-Oberliga

Plesse-Frauen: Aller Anfang ist eben schwer

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Im Tiefflug: Plesses Laura Müller (am Ball) ist an der Lüneburgerinnen Swantje Grote vo rbeigetaucht und versucht artistisch, den Ball noch im Tor unterzubringen 

Aller Anfang ist schwer! Den Wahrheitsgehalt dieses Sprichwortes stellten die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg am Samstag beim mühevollen 27:26 (11:13) über den Handballverein Lüneburg im ersten Oberligaspiel des neuen Jahres unter Beweis.

„Die Pause war wohl zu lang. Wir sind nicht ins Spiel gekommen. Die unorthodoxe Spielweise des Gegners hat uns Probleme bereitet. Der Sieg war glücklich. Lüneburg hatte einen Punkt verdient“, urteilte Plesses Trainer Yunus Boyraz.

Die Gastgeberinnen liefen mit einer ungewohnten Anfangsformation auf. Am Kreis begann Nora Minhöfer. Anneke Schütze führte Regie neben Anna-Maria Bünker im linken Rückraum. Letztere sorgte mit zwei Treffern für die erste Führung ihres Teams zum 3:2 (6.). Wirklich in den Griff bekam der Favorit das Geschehen jedoch zunächst nicht. Die Abwehr kam häufig einen Schritt zu spät. Nach einer Auszeit brachte Yunus Boyraz mit Maike Rombach, Julia Herale und Laura Müller ein neues Trio. Ein Wechsel, der auch mit einer offensiveren Deckungsvariante einherging.

Das Bild auf dem Parkett veränderte sich aber bis zum Pausenpfiff kaum. Das Angriffsspiel kam über Ansätze häufig nicht hinaus. In doppelter Überzahl scheiterte man zwei Mal in Folge an Lüneburgs Torfrau Carina Gans. Statt einer möglichen Führung lief man in einen weiteren Konter und ging mit einem unerwarteten 11:13-Rückstand in die Halbzeit.

Die Heimsieben startete mit unveränderter Aufstellung in den zweiten Durchgang. Der brachte durch zwei Treffer aus dem Rückraum den schnellen Ausgleich. Die Abwehr stand jetzt deutlich stabiler, agierte mit erhöhter Aggressivität. Ein Umstand, der sich auszahlte. In Unterzahl gelang Maike Rombach vom Punkt die erste Zwei-Tore-Führung (16:14/ 39.).

Doch das Schlusslicht wehrte sich, hielt mit seinem starken Trio Jula Steinbach und den exzellenten Außen Rika Spiller (zehn Tore) und Ouisal Draoui dagegen. Als 50 Minuten gespielt waren, hatte sich die HSG beim 22:18 ein kleines Polster herausgearbeitet. Caro Menn wartete mit spektakulären Aktionen auf, konnte aber nicht verhindern, dass sich die Gäste auf 24:25 (55.) heranarbeiteten. Dann wurde es richtig dramatisch.

Zwölf Sekunden vor dem Ende wurde Julia Herale siebenmetereif gebremst. Maike Rombach verwandelte nervenstark vom Punkt. Lüneburgs Rika Spiller scheiterte nach schneller Mitte an Caro Menn, bekam aber mit der Schlusssirene einen Strafwurf zugesprochen. Den setzte die Gefoulte selbst neben das Tor ...

HSG: Menn, Röhrs - Rombach 11/7, Hille 2, Schob 3, Bünker 2, Behrends, Schütze 1, Minhöfer 2, Al Najem 2, Herale 1, Müller 3.

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