Handball Oberliga Frauen

Plesse-Frauen: Laura „müllert“ zum Sieg

+
Zweifelhaft: Für diese Abwehraktion gegen Plesses Charlotte Schob (am Ball) sah die Wolfsburgerin Lara Neumann (rechts) die Rote Karte. Die Entscheidung scheint zumindest strittig. 

Bovenden. Die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg bleiben sich treu und setzen ihr Wechselspiel aus Sieg und Niederlage in der Oberliga fort. Folgerichtig gab es am Samstag einen letztlich klaren 28:21 (16:11)-Erfolg über den VfL Wolfsburg.

Den kleinen Fehlstart zum 0:2 reparierte das Burgenteam in der Bovender Sporthalle schnell. Nach elf Minuten hieß es 6:2 für die HSG – Auszeit Gast. Bis zum 10:4 (19.) lief es aber bei der Heimsieben weiter rund. Dafür sorgte ein klares spielerisches Plus. Das wurde aber deutlich geringer, als Wolfsburg Maike Rombach eine Sonderbewachung zuteilte. Dazu gesellten sich mehr und mehr Konzentrationslöcher in der Deckung, die den Aktionsradius der auffälligsten VfL-Spielerin Anna Fanslau nicht mehr effektiv beschränken konnte.

So wurden im zweiten Abschnitt zwischenzeitlich Erinnerungen an das unschöne Ende des Tostedtspiels hervorgerufen. Der Vorsprung schmolz mehrfach auf drei Treffer zusammen. Zwischen der 35. und 50. Minute traf die HSG nur zweimal. In dieser Phase hätte die Partie durchaus kippen können. Doch ausgerechnet Fanslau warf nun zwei Fahrkarten. Teamkollegin Laura Savic traf im Gegenstoß nur die Latte.

Müller mit wichtigem Treffer

In der Schlussphase machte sich aus Sicht der Gastgeberinnen die Umstellung auf eine 5:1-Abwehrformation bezahlt. Der Schwung des Gegners ließ deutlich nach. Auf der anderen Seite gelang Laura Müller mit dem 21:17 (50.) ein wichtiger Treffer gegen die Angst des Verlierens. Vier ihrer fünf Tore erzielte die agile Kreisläuferin in den letzten zehn Minuten der Partie. Dazu kam ein wichtiger Ballgewinn in der Rückwärtsbewegung. Freuen durfte sich kurz vor dem Abpfiff auch Lena Seitz. Gefühlte drei Sekunden nach ihrer Einwechslung schlug der Ball nach einem Wurf aus der zweiten Reihe im linken Winkel des Wolfsburger Gehäuses zu ihrem ersten Tor im Trikot der HSG ein.

Artur Mikolajczyk sprach von einer interessanten, aber auch nicht ganz einfachen Aufgabe als Interimscoach. „Es war eine gute Mannschaftsleistung. Alle Spielerinnen haben sich eingebracht“, stellte die Vertretung von Yunus Boyraz fest. „Durch die kurze Deckung für Maike hatten wir strukturelle Probleme im Angriff. Anna Fanslau hat uns wehgetan. Aber dann haben wir gut reagiert“, analysierte er weiter.

HSG: Menn, Röhrs - Al Najem 3, Behrends, Hemke 1, Herale 3, Hille 1, Hübers 3, Müller 5, Rombach 8/5, Schob 3, Schütze, Seitz 1. (zys)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.