Handball-Oberliga

Plesse-Frauen: Die Revanche gelingt nur halb

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Hochgestiegen: Plesses Maike Rombach setzt zum Wurf an, wird dabei von den beiden Heidmark-Spielerinnen Alea Rynas (5) und Sonja Wortmann (21) in Bedrängnis gebracht. 

Mit dem 24:24 (10:9) gegen die HSG Heidmark gelang den Oberliga-Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg die Revanche für die 22:36-Hinspielniederlage nur halb.

Yunus Boyraz, der Trainer der Burgfrauen, sah in diesem Resultat ein unter dem Strich „leistunsgerechtes Unentschieden“.

Während er mit der Abwehrarbeit durchaus zufrieden war, bemängelte Boyraz (vor allem im ersten Durchgang) die technischen Fehler, die zu unnötig vielen Ballverlusten geführt hätten, und den zu schwachen Abschluss, mit dem man der ohnehin überragenden Julia Wildung (15 starke Paraden, darunter zwei Siebenmeter) im Gästetor die Arbeit zusätzlich erleichterte.

Bei den Gastgeberinnen standen Carolin Menn (war acht Mal zur Stelle, als sie gebraucht wurde) und nach der Pause Nele Röhrs (verhinderte zwei sichere Gegentreffer) der Gäste-Schlussfrau kaum nach.

Im Angriff ersetzten anfangs Nora Minhöfer und dann Laura Müller die noch nicht 100 Prozent fitte Yasmin Hemke, die erst gegen Ende der Partie Einsatzzeiten bekam. Die größte Torgefahr ging wieder von der linken Seite aus, auf der Lara Al Najem (8/2) auf Außen und Devi Hille (6) aus dem Rückraum regelmäßig trafen. Beste Feldspielerin der Gastgeberinnen war - trotz engster Markierung durch eine hart zupackende Heidmärker Abwehr - die siebenfache Torschützin Maike Rombach.

Ähnlich wie Rombach erging es der auf der Gästeseite überragenden Sonja Worthmann, die trotz Sonderbewacherin (Minhöfer bzw. Al Najem) sechs Feldtore erzielte und für mehr als die Hälfte der sieben Siebenmeter sorgte. Diese verwandelte - ohne einen Fehlwurf - die ansonsten nur auf der Bank sitzende Anne Frantzke.

Das Ärgerliche an diesem Unentschieden ist, dass mehr drin war: Vor der Pause ließen die Gastgeberinnen sich einen 4:1-Vorsprung (10. Minute) in nur fünf Minuten abnehmen (4:4/15.), und als sie nach dem Seitenwechsel mit 16:12 (38.) endgültig auf der Siegerstraße zu sein schienen, lagen sie nur elf Minuten später mit 18:22 zurück.

Es spricht für die Moral der Mannschaft, dass sie sich danach - trotz zweier verworfener Siebenmeter (51. und 57.) - in ihrer Aufholjagd nicht bremsen ließ und durch Tore von Charlotte Schob (Solo nach Balleroberung) und Al Najeem (zwei Tempogegenstöße und ein verwandelter Siebenmeter) den Ausgleich erzwang. Wortmanns neuerliche Führung (23:24/58.) glich Al Najem mit ihrem zweiten Siebenmeter aus (59.). Rombachs Freiwurf zum möglichen Siegtreffer in letzter Sekunde ging dann über die Mauer und das Tor.

HSG: Menn, Röhrs - Rombach 7/2, Hille 6, Schob 1, Bünker, Behrends, Schütze, Minhöfer 1, Al Najem 8/2, Herale, Müller 1, Hemke.  eko

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