Handball-Oberliga Frauen: 25:17-Erfolg der HSG beim Tabellenvorletzten MTV Geismar

Plesse siegt nach der Pause

Auch sie konnte die MTV-Niederlage nicht verhindern: Geismars Cornelia Plotzki (11) wirft hier einen ihrer fünf Treffer. Foto: Jelienk/gsd

Göttingen. „Derby-Sieger, Derby-Sieger, hey, hey“ – die Oberliga-Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg hatten Samstagabend allen Grund, nach dem Abpfiff vor vielen mitgereisten Fans den Jubelkreis zu bilden und hüpfend den verdienten 25:17 (9:9)-Sieg beim MTV Geismar zu feiern. Es war ein Sieg der zweiten Halbzeit für die Mannschaft von Trainer Artur Mikolajczyk, denn zur Pause stand es in diesem nicht gerade hochklassigen Nachbarduell noch 9:9-Unentschieden. Am Ende war der fünfte HSG-Auswärtserfolg „dicke“ verdient.

„Das war kein gutes Spiel von uns, aber eben wegen des Derbys ein spezielles“, freute sich HSG-Trainer Mikolajczyk zwar über nun 11:5-Auswärtspunkte, verlor aber nicht den Blick für die Defizite. „So eine Aufgabe können wir besser lösen, das war diesmal nur Kampf und Krampf. Wir können deutlicher zeigen, dass wir mehr Möglichkeiten haben.“

Sein MTV-Kollege Lars Rindlisbacher stand einmal mehr die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Plesse wollte den Sieg mehr. Bei uns fehlte in vielen Aktionen die Überzeugung, und nach der Pause haben wir aufgehört zu spielen. Wir brauchen mehr Mut und Enthusiasmus.“

Drei schnelle HSG-Treffer

Den hatte die MTVerinnen nur in der ersten Halbzeit, als sie nach der Führung und dem 2:2-Ausgleich auf 5:2 wegzogen. Nach 19 Minuten führten sie immer noch 7:6, in die Halbzeit ging es mit einem 9:9. Drei schnelle Tore von Sarah Strahlke, die in der 58. Minute Rot bekam (3x2min.), und Katarina Salam zum 12:9 leiteten aber nach Wiederbeginn den Gästesieg ein. Der MTV zeigte sich als viel zu harmlos im Abschluss, verwarf mehrere Bälle, hatte aber auch Pech mit diversen Holztreffern. Nach dem 13:11(39.) waren dann die HSGerinnen nicht mehr aufzuhalten. Wobei ihnen zugute kam, dass Torhüterin Carolin Menn drei Siebenmeter der Geismaranerinnen parierte, der MTV zudem zwei weitere vergab – fünf von sieben Strafwürfen vergeben, das ist eben einfach zuviel.

Eine gute Viertelstunde vor Schluss versuchte Rindlisbacher, seine Mannschaft per Auszeit ein letztes Mal einzuschwören. Doch es half nichts: Im Angriff warf Geismar einfach zu viele Bälle weg. Oberligareif war dies nicht wirklich. „In der zweiten Hälfte war alles wie abgeschnitten“, zuckte der MTV-Coach mit den Schultern. „Wir haben keinen Harakiri-Handball mehr gespielt.“ Und trotz fünf Zeitstrafen nach der Pause geriet Plesses Sieg letztlich nicht mehr in Gefahr.

MTV Geismar: Neumann, Wissing - Heiers, Birner, Mattern, K. Henne, Huch, Voigt, Stielow 2, Plotzki 5, A. Habermann 1, Ziegler 3, Prüter 1, Jakobi 5.

HSG Plesse-Hardenb.: Menn - Rettberg 3, Hemke 3, Calsow 3, M. Henne 3, Herale 4, Salam 2, Strahlke 4, Bäcker 2, Lath, Achler 1, Grünewald. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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