Handball-Oberliga Frauen: Erfolglos-Serie mit knappem 25:24 gegen HSC beendet

Rösler löst Krimi für die HSG

Kurz vor Schluss die Siegtorschützin: Göttingens Michelle Rössler (am Ball gegen Hannovers Swenja Kewitz) behielt die Nerven. Foto:  Jelinek/gsd

Göttingen. Eigentlich war es 50 Minuten lang eine klare Sache, doch in der Schlussphase wurde es für die HSG Göttingen nochmal eng. Doch Michelle Rösler löste den Krimi gegen den Hannoverschen SC und warf 90 Sekunden vor Schluss zum umjubelten 25:24-Siegtreffer für den südniedersächsichen Aufsteiger ein. Damit beendete das Team von Trainer Uwe Viebrans gleichzeitig auch seine Erfolglos-Serie in der Handball-Oberliga: Nach drei Niederlagen und einem Unentschieden gab es endlich wieder einen Sieg.

Umso schöner war er letztlich, weil der HSC sich geweigert hatte, das Spiel um eine Stunde vorzuziehen, weil er sich so einen personellen Vorteil gegenüber den gehandicapten HSGerinnen erhoffte. Und dann war da ja auch noch das Hinspiel, das die HSG geschichtsträchtig hoch mit 25:51 verloren hatte, weil sie mit dem Harz-Kleber in Hannover nicht klar kam. Umso größer war nun die Genugtuung, es dem HSC gezeigt zu haben.

„Wir hatten einen sensationell guten Start“, fasste HSG-Coach Viebrans die Anfangsphase zusammen. In der Tat: Die HSG legte ganz stark los, führte nach neun Minuten bereits mit 7:0, was den HSC zur ersten Auszeit veranlasste. So hatte sich der Tabellensdritte aus Hannover das Auswärtsspiel in der BBS 2-Halle nicht vorgestellt.

Nach zwölf Minuten lag die Göttinger HSG, die komplett auf Janina Schmieding (Dienst im Klinikum) verzichten musste, immer noch klar mit 12:8 vorn. Und so blieb es auch während der gesamten ersten Halbzeit. Vivien Tischer gelang dabei ein gut getimter Heber von der Rechtsaußen-Position zum 13:8-Zwischenstand. Zudem konnte sich auch Torhüterin Stephanie Elkenz mit mehreren Paraden auszeichnen. Beim 15:11-Halbzeitstand schien wenig auf eine gravierende Wende in der Partie hinzudeuten.

Sechs-Tore-Vorsprung weg

Pech allerdings für das Viebrans-Team, dass es nach dem 16:11 von Janica Voigt zweimal am Holz des HSC-Gehäuses scheiterte Doch immer noch hatte die HSG das Match sicher im Griff, zumal Tischer ihren dritten von insgesamt fünf Siebenmetern zum 19:14 verwandelte.

„Doch dann war es eine Frage der Zeit, bis uns die Puste ausgeht“, meinte Viebrans. Der HSC hatte die größeren Kraftreserven, bei den Göttingerinnen machte sich der Verschleiss bemerkbar. 24:18 lag die HSG vorn, doch dann ging wenig bis nichts mehr. Mit einem 6:0-Lauf glich der HSC zum 24:24 aus – es wurde ein Spiel der Nerven. Michelle Rösler behielt sie, traf zum Sieg. „Am Ende war’s eine Abwehrschlacht. Unsere kämpferische Einstellung war grandios. Wir haben diese Aufgabe mit Bravour bestanden.“

HSG: Elkenz – Tischer 6/5, Kimberly Schmieding 2/1, Albrecht 4, Rösler 4, Gräser 1, Jansen 5, Voigt 3/1, Lohmann, Kairat. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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