Handball-Oberliga Frauen: 28:14 im Derby gegen den völlig unterlegenen MTV

Rosdorf deklassiert Geismar

Harter Einsatz: Rosdorfs Mandy Schrader (Mitte) wird von Geismars Maxi Neubauer (links) und Mira Heiers am Torwurf gehindert. Foto: Jelinek

Göttingen. 30 Sekunden vor Schluss standen die Rosdorfer Spielerinnen von der Auswechselbank auf und applaudierten ihren Mitspielerinnen auf dem Feld. Hatten sie sich dicke verdient, denn die HG Rosdorf-Grone behielt im zweiten Südniedersachsen-Derby in der Handball-Oberliga ganz klar die Oberhand über den MTV Geismar. Mit 28:14 (14:4) war das Nachbar-Duell eine klare Kiste für die HGerinnen.

„Unsere Abwehr war gut, aber vorne war Sch…“, brachte es Geismars Coach Lars Rindlisbacher auf den Punkt. „Das war nicht Oberliga-reif. So kannst du in dieser Spielklasse nicht gewinnen. Da haben uns Mut und Durchschlagskraft gefehlt“, war er nach diesem bescheidenen Match seiner Mannschaft ziemlich angefressen.

Dass sein Gegenüber Frank Mai „stolz“ wie Bolle war, versteht sich von selbst. „Wir sind jetzt Doppel-Derbysieger“, spielte er darauf an, dass die HG ja auch schon Northeim bezwungen hatte. Mai weiter: „Vor einer Woche war ich stinksauer nach der Niederlage beim HSC, diesmal haben wir gezeigt, dass wir in dieser Spielklasse mithalten können. Wir haben Geismar keine Luft zum Atmen gelassen.

Rosdorf ohne Erbarmen

Die MTVerinnen waren in der Tat kein gleichwertiger Gegner. Rosdorf ging mit 4:0 in Führung, und erst nach sechs Minuten kamen die Gäste durch Conny Plotzki zu ihrem ersten Treffer. Die HGerinnen agierten in fast allen Belangen überlegen, bestimmten die Partie eindeutig. Rosdorf agierte, Geismar konnte meist nur reagieren – und die Bälle aus dem Netz holen. Die MTV-Torhüterinnen Svenja Neumann und Imke Wissing konnte man nur bemitleiden.

Rosdorf kannte in seinem Tordrang kaum ein Erbarmen, baute seinen Vorsprung immer weiter aus. Über 8:1 nach einer Viertelstunde und 13:2 nach 25 Minuten hieß es zur Pause schon 14:4 für die Mannschaft von Coach Mai. Schon da war das ungleiche Derby entschieden.

Kein Haar in der Suppe

Und so deutlich ging es auch nach dem Wechsel weiter. 19:9 (36.), 23:11 (48.) – Rosdorf ließ einfach nicht locker. Die Gegenwehr auf Geismar-Seite erlahmte immer mehr. Zum Schluss netzte auch noch HG-Spielmacherin Shari Kehler zweimal ein. „Da will ich mal kein Haar in der Suppe finden – und wenn, dann bleibt das intern“, meinte Mai nach dem Spiel. Auch wenn es sonst nicht seine Gepflogenheit ist, strich er mit Torhüterin Luisa Schlote diesmal doch eine Spielerin heraus. „Sie hat sensationell gehalten“, war er stolz, während Kollege Rindlisbacher nachdenklich in der Kabine verschwand. „Wir waren einfach zu ängstlich.“ Mai machte sich dagegen schick für das abendliche Essen mit seinem Team in einem italienischen Restaurant.

HG: Petrich, Schlote – Wette, Jäger 1, A. Gutenberg 6, Lucenko 5, Jaep 4, Seifert 2, Schrader 3, Kehler 2, Schneider 1, Leonard 1, M. Gutenberg 3.

MTV: Neumann, Wissing – Stielow, Henne 1, Plotzki 4/1, Prüter 3, Hille, Heiers, Habermann, Frölich 1, M. Neubacher 3, Huch, Wienecke 1, N. Neuffer 1, Ziegler. (haz/gsd)

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