Handball-Oberliga Frauen: Rosdorf dreht auf, NHC baut ab

HG Rosdorf-Grone schlägt Northeim mit 26:21

Augen zu und durch! Rosdorfs Mandy Schrader (am Ball) gegen Northeims Anika Mühlberger (r.) und Tanja Weitemeier Foto: Jelinek

Rosdorf. Auch Handball kann manchmal ziemlich verrückt sein! So geschehen gestern im Südniedersachsen-Derby der Frauen zwischen der HG Rosdorf-Grone und dem Northeimer HC. Die Gäste hatten den weitaus besseren Start, doch am Ende fuhren die Rosdorferinnen einen noch zur Pause nicht für möglich gehaltenen 26:21 (10:11)-Sieg ein.

„Aufgrund der zweiten Halbzeit war das hochverdient“, meinte HG-Trainer Frank Mai nach der kuriosen Partie. „Nach 20 Minuten hat wohl niemand mehr einen Pfifferling für uns gegeben. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie das Derby gewonnen hat.“ NHC-Kollege Carsten Barnkothe und Assistent Kai Strupeit waren offenbar so gefrustet, dass sie zu keinem Kommentar bereit waren.

Dabei erwischten die Northeimerinnen klar den besseren Start und gingen nach der 1:0-Führung für die HG durch Rike Jaep selbst mit 5:1 in Führung. Annika Mühlberger führte zunächst gut Regie und traf auch selbst zweimal. Nach dem 1:5 nahm Mai seine erste Auszeit, um sein Team neu einzustellen. Zunächst fruchtete dies noch wenig, denn nach einer Viertelstunde lag Northeim immer noch mit 7:3 in Front und nichts sah nach einer Wende aus. Tanja Weitemeier traf sogar per Rückhand zum 8:5.

Doch die HGerinnen steckten nicht auf, kamen Tor um Tor heran, auch wenn es zu viele Fehlwürfe gab und falsche Entscheidungen beim Abschluss getroffen wurden. Beim 10:11 setzte Amrei Gutenberg noch einen Siebenmeter gegen die Latte, so dass es bei der Pausenführung für die Gäste blieb.

Northeim verliert Linie

Erst beim 12:11 durch Amrei Gutenberg hatten die HG–erinnen dann die zweite eigene Führung erzielt, von der sie sich auch nicht mehr abbringen ließen. Die Northeimerinnen wurden immer nervöser, verloren vollkommen ihre Linie, was Rosdorf immer selbstsicher werdend ausnutzte und langsam davonzog. Nach 43 Minuten führte die HG 17:13, Barnkothe versuchte verschiedene Deckunsvarianten, die jedoch auch keinen Erfolg brachten.Sieben Minuten vor Schluss lag die HG 21:16 vorn, was schon den dritten Heimsieg bedeutete. Den Rest spielte Rosdorf dann clever runter. „Wir waren diesmal das kleine Quäntchen besser“, durfte Frank Mai zu Recht behaupten.

HG: Schlote - Jäger 3, Wette, A. Gutenberg 6/3, Lucenko 5, Jaep 4, Seifert, Schrader 3, Kehler 1, Schneider 1, Leonard, M. Gutenberg 2/1.

NHC: Mugames, Zwenger – Weitemeier 2, Klein, S. Barnkothe 4, A. Barnkothe 1, Lösky, Halm 4, Freyberg 3/1, Hardeweg 2, Kelm, Gloth, Mühlberger 4, Thielebeule, Jagonak. (haz/gsd)

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