34:29 im Frauen-Derby gegen HSG: Rosdorf glückt die Revanche

Erfolgreichste HG-Werferin: Rosdorfs Devi Hille (am Ball) setzt sich am gegnerischen Kreis gegen die HSGern Vivien Tischer (links) durch. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Revanche geglückt! Nach dem 23:27 im ersten Göttinger Derby drehten die Oberliga-Handballerinnen der HG Rosdorf-Grone das Ergebnis im Rückspiel gegen die HSG Göttingen um und kamen zu einem 34:29 (19:13)-Sieg.

„Es war ein sehr faires Derby auf gutem Oberliga-Niveau“, meinte Gäste-Trainer Uwe Viebrans. „Es war ein verdienter Sieg, wir waren das konstantere Team“, sagte HG-Trainer Lennart Pietsch.

Die Rosdorferinnen gingen mit dem Handicap in die Partie, neben Julia Michelsen und Anne Eichhofer auch noch auf Miriam Leonard verzichten zu müssen. Sie war beim Abschlusstraining umgeknickt und hat sich Bänderrisse im Sprunggelenk zugezogen – und fehlt somit auch im letzten Spiel am Pfingstsonntag in Wolfsburg. Kurzfristig reaktivierte die HG noch Amrei Gutenberg.

HSG vergibt drei Siebenmeter

Die Gastgeberinnen gingen zunächst immer mit einem Tor in Front, die HSG zog nach und schaffte beim 6:5 so auch die erste Führung. „Wir sind auf die unorthodoxe Spielweise der HSG reingefallen“, kommentierte Pietsch. „Dann haben wir besser verteidigt und haben uns abgesetzt.“ Nach dem 7:7 konnten die Gastgeberinnen aber auf 11:7 davonziehen. „In dieser Phase kam bei uns das ganze Pech zusammen“, sagt Viebrans. Vier Würfe wurden geblockt, zudem vergaben die HSGerinnen gleich drei Siebenmeter. „Wir hatten das Torwart-Plus“, berichtete Pietsch. Wenig später hatten sich die HGerinnen auf 16:10 abgesetzt. Mit einem klaren 19:13 ging’s in die Halbzeit.

Danach kam die HSG besser ins Spiel und dank eines 9:3-Laufes zum 22:22 nach 41 Minuten. „Wir hatten eine gute Einstellung, das Spiel hätte dann auch kippen können“, meinte Gästecoach Viebrans. Aber mehrere Zeitstrafen (insgesamt 5:7) konnte der Aufsteiger nicht kompensieren. Nach einer kurzen ausgeglichenen Phase traf die HG dann viermal in Folge zum 28:24, was schon der entscheidende Zwischenspurt war. HG-Torfrau Schlote parierte drei freie Würfe von außen, Devi Hille schloss Tempogegenstöße erfolgreich ab und avancierte mit neun Treffern zu erfolgreichsten Derby-Torschützin.

Lehren gezogen

„Wir haben die Lehren aus dem Spiel gegen Bergen gezogen und in der Deckung gut gestanden“, freute sich HG-Trainer Pietsch am Ende über den Heimsieg. „Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt“, stellte Uwe Viebrans abschließend fest. Sein Team hat nun zum Abschluss der Saison am Pfingstsamstag mit Meister Plesse-Hardenberg noch einen weiteren Derbygegner.

HG: Schlote, Lange – Lucenko 3, Kehler 2, Seifert 8/6, Schrader 3, Hille 9, M. Gutenberg, A. Gutenberg 1, Eisenhauer 5, Jäger 1, Jeep 2. 

HSG: Elkenz, Stopp – Tischer, Lieseberg 2, Jansen 7, Voigt 8, K. Schmieding 3, Rösler 8/3, Gräser 1/1, Lohmann, Albrecht. (haz/gsd) 

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