Handball-Oberliga Frauen: Eine Sekunde vor Schluss glich Hollenstedt noch zum 23:23 aus

Rosdorf schnupperte nur kurz am Sieg

Abgehoben: Rosdorfs Devi Hille, hier gegen Hollenstedts Nathalie Birett (4) und Eileen Volkmann (14), erzielt einen ihrer acht Treffer. Foto: Jelinek/gsd

Rosdorf. So etwas sollte eigentlich nicht mehr passieren: 13 Sekunden vor Schluss waren die Oberliga-Handballerinnen der HG Rosdorf-Grone im zweiten Heimspiel gegen TuS Jahn Hollenstedt durch Silvana Eisenhauer mit 23:22 in Führung gegangen.

Doch beim letzten Angriff des letztjährigen Drittligisten passte das Team von Trainer Lenny Pietsch nicht auf und kassierte eine Sekunde vor Schluss doch noch den Ausgleich zum 23:23 (12:12)-Endstand. „Wir haben einen Punkt verschenkt“, merkte Co-Trainerin Edda Gutenberg an. „Man merkt, dass wir eine junge, unerfahrene Mannschaft haben.“ Und auch Chefcoach Pietsch musste erst einmal durchatmen: „Ärgerlich. Aber wir hatten nach dem Ausfall von Amrei Gutenberg wenig Alternativen. Kein Vorwurf an mein junges Team.“

Es war eine Berg- und Talfahrt, die die HG-Anhänger in der Geismar II-Halle erlebten, in die wegen des Wasserschadens am Siedlungsweg ausgewichen werden musste. „Bis zur 20. Minute sind wir nicht gut ins Spiel gekommen“, sagte Pietsch hinterher. 1:3 und 3:5 (13.) lagen die HGerinnen zurück, ehe Vanessa Schmied und Devi Hille, mit acht Treffern erneut erfolgreichste Torschützin, zum 5:5 ausglichen. Doch wieder konnte sich Hollenstedt absetzen, lag 9:5 vorne, weil Rosdorf Konzentrationsschwächen zeigte. Bis zur Pause gelang der HG jedoch durch Rike Jeep (2) und Lena Schwenke der Ausgleich zum 12:12.

Spannende Schlussphase

„Achterbahn-Handball“ gab es auch nach dem Wechsel: Das Pietsch-Team zog auf 16:13 weg, um wenig später wieder den Ausgleich (16:16) hinnehmen zu müssen. Nach 48 Minuten hieß es denn 20:16. Danach verletzte sich Rosdorfs Maite Gutenberg, schied aus und Hollenstedt stellte auf eine 4-2-Deckung um, was Co-Trainerin Edda Gutenberg als Knackpunkt ausmachte. Obwohl HT-Torhüterin Lisa Schorn einen Siebenmeter hielt, kam Jahn wieder auf 20:21 heran. Pech, das Schwenke dann ihrerseits einen Siebenmeter an den Pfosten setzte. Bei 59:14 Minuten glich Hollenstedts herausragende Torschützin Eileen Volkmann (11) zum 22:22 aus – ehe es das dramatische Ende gab. Immerhin war es nach zwei Niederlagen der erste Punkte für die HGerinnen.

HG: Schlote, Schorn - Rettberg 1, Schmied 2/2, Schwenke 3/2, Prang, Jeep 5, Hille 8, Eisenhauer 3, Kehler, Leonard, M. Gutenberg 1. (haz/gsd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.