Handball-Oberliga Frauen: HSG Göttingen startet mit HG Rosdorf in die neue Saison

Selbstbewusster Neuling

Frei durch am Kreis: Franziska Gräser (am Ball) von der HSG Göttingen hat die Deckung der HSG Nord Edemissen ausmanövriert und verwandelt unbedrängt – eine Szene aus der vergangenen Saison. Aufsteiger Göttingen dominierte die Landesliga klar. Foto: gsd/nh

Göttingen. Zwei Wochen nach den Männern starten auch die Handball-Frauen in die neue Oberliga-Saison. In der sind aus Südniedersachsen gleich vier Teams vertreten. Neben der HSG Plesse-Hardenberg und dem Northeimer HC aus dem Northeimer Raum sind auch die HG Rosdorf-Grone und erstmals auch Aufsteiger HSG Göttingen dabei.

Für die HSG ist die Oberliga Neuland. Nach zwei Vize-Titeln hat es nun mit dem Aufstieg geklappt. Im Frauen-Bereich spielt das Team von Trainer Uwe Viebrans (54) erstmals in der vierten Liga. Viebrans ist seit mehr als acht Jahren bei dem im Jahr 2000 gegründeten Klub. Die jetzige Mannschaft hat er seinerzeit in der C-Jugend übernommen, fünf Jahre im Nachwuchsbereich und zuletzt drei Jahre im Frauenbereich betreut.

Acht Punkte Vorsprung

„Ich habe die Mannschaft kontinuierlich aufgebaut. Wir sind ein junges, dynamisches Team, das Tempo-Handball spielt“, sagt der Coach. Und das war schon in der vergangenen Saison zu sehen: Am Ende hatte die HSG bei 36:8 Punkten acht Zähler Vorsprung vor dem Tabellenzweiten. „Und dass ein Team über 700 Tore in 22 Spielen wirft, gab es auch noch nicht“, berichtet Viebrans. Genau waren es 701, macht einen Schnitt von 31,8 pro Spiel.

In die Oberliga geht die HSG selbstbewusst. „Wir haben nichts mit dem Abstieg zu tun, sortieren uns im gesunden Mittelfeld ein und spielen um die Plätze acht bis zehn“, sagt der Trainer. Zum Kader zählen 14 Spielerinnen. „Alle Positionen sind doppelt besetzt. Wir leben von der Breite in der Mannschaft“, so Viebrans, in dessen Team auch die Tore eher gleichmäßig verteilt sind.

Keine Angst vor der 4. Liga

Mit der Vorbereitung, die in zwei Phasen mit einer dreiwöchigen Sommerpause ablief, ist der HSG-Coach im Gegensatz zu anderen Kollegen zufrieden gewesen. „Wir hatten keine Verletzten, gehen mit vollem Kader ins erste Spiel.“ Das steigt am Sonntag gegen Nachbar Northeim. In den Testspielen gegen Teams aus Hannover und Kassel, in denen sich Siege und Niederlagen die Waage hielten, probierte Viebrans diverse Deckungsvarianten aus. „Einige Stellschrauben habe ich dabei schon gefunden.“

Insgesamt startet der Oberliga-Neuling sehr keck und forsch in die neue Spielklasse: „Gegen die Aufstiegsaspiranten können wir sicher nicht mithalten. Aber Angst haben wir nicht“, sagt der Göttinger Coach. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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