Handball-Oberliga Frauen: 23:22-Zittersieg der HSG im Derby gegen Northeimer HC

Strahlke lässt Plesse jubeln

Starke Szenen am Kreis: Plesses Miriam Achler kommt frei zum Wurf. Die Kreisläuferin steuerte zum knappen Derbysieg über den Northeimer HC drei Treffer bei. 2 Fotos: zel

Nörten. 30 Sekunden waren am Sonntag an der Bünte noch zu spielen, als Plesses Sarah Strahlke in einen Northeimer Pass spritzte. Sie angelte sich das Leder, sprintete über das gesamte Spielfeld und überwand NHC-Keeperin Duaa Mugames zum 23. Mal. Riesenjubel beim heimischen Anhang! Endgültig unter Dach und Fach war der glückliche 23:22 (15:14)-Erfolg in der Handball-Oberliga aber erst, als Tanja Weitemeiers direkter Freiwurf nach dem Abpfiff im Block hängenblieb. Plesses Spielerinnen feierten ausgelassen ihren Derbysieg.

Beifall bekamen aber nicht nur die Siegerinnen, sondern auch das unterlegene Team. „Meine Spielerinnen tun mir leid. Wir hätten den Sieg verdient gehabt. Trotzdem Kompliment an meine Mannschaft für eine tolle Leistung“, war Northeims Trainer Carsten Barnkothe trotz der Niederlage stolz auf seine Schützlinge.

Die waren in einem super fairen Nachbarschaftsduell dem favorisierten Burgenteam über die gesamte Spielzeit absolut ebenbürtig. Die Zuschauer erlebten spannenden, am Ende dramatischen, allerdings nicht immer hochklassigen Sport.

Die Gastgeberinnen verzichteten auf die bisher praktizierte 3:2:1-Deckung und wählten eine defensive Formation mit offensivem Schwerpunkt gegen Tanja Weitemeier. Der Gegner konzentrierte sich auf Lisa Sander. Das einzige Feldtor gelang der HSG-Torjägerin im Siebenmeter-Nachwurf. Erfolgreiches Tempospiel war auf beiden Seiten eher die Ausnahme. Die Torfrauen Mugames und Caroline Menn (Plesse) zeigten sich reaktionsschnell, offenbarten aber zugleich Schwächen bei Würfen von außen.

Die HSG hatte zumeist die Nase knapp vorn. Die Gäste ließen sich aber nicht abschütteln und machten auch einen 16:20-Rückstand (41.) wett. Sie nutzten die elfminütige Torflaute Plesses zu einer 22:21-Führung (53.), konnten aber nicht nachlegen und standen am Ende mit leeren Händen da. „So spannend hätte es nicht sein müssen“, kommentierte ein erleichterter HSG-Coach Tim Becker. „Zwischen der 40. und 50. Minute haben wir es versäumt, uns abzusetzen. Aber dann ist meine Mannschaft trotz des Rückstandes ruhig geblieben.“

HSG: Menn, Haertel - Herale, Henne 1, Hemke 1, Sander 3/2, Strahlke 4, Hollender 2, Achler 3, Calsow, Rombach 3, Bäcker 6, Kunze.

NHC: Mugames - M. Barnkothe 5, A. Barnkothe, Kelm, S. Barnkothe 2, Strupeit, Thielebeule 2, Lucenko 3 , Gloth, Ziegler 3, Weitemeier 7/1, Stöhr. (zys)

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