Handball-Oberliga Frauen: Titelduell in der Heide

Tabellenführer Plesse reist zu Verfolger Heidmark 

Im Anflug auf den Meistertitel? Miriam Achler gastiert mit ihrer HSG Plesse-Hardenberg am Samstag bei Verfolger HSG Heidmark. Archivfoto: zel

Nörten/Bovenden. Vorentscheidung oder Vertagung? Diese Frage stellt sich am drittletzten Spieltag der Handball-Oberliga, wenn sich am Samstag die Topteams von der HSG Heidmark und der HSG Plesse-Hardenberg gegenüberstehen. Das Titelduell beginnt um 19.30 Uhr in Dorfmark.

Dort tritt die HSG mit einem Punkt Vorsprung an. Mit einem Erfolg könnte man sich zwei Matchbälle zum Titel erkämpfen. Die Gastgeberinnen ihrerseits sind zum Siegen verdammt und haben am nächsten Wochenende auch noch die hohe Auswärtshürde in Northeim vor der Brust.

Heidmark würde aufsteigen

Die gute Ausgangsposition seiner Schützlinge kommt für Heidmarks Trainer etwas unerwartet. „Das war zu Saisonbeginn nicht abzusehen. Wir sind selbst etwas überrascht“, erklärt Lutz Siemsglüss.

Im Gegensatz zum Burgenteam will man in der Lüneburger Heide das Abenteuer 3. Liga wagen. „Auch bei uns war es ein langer Überlegungsprozess. Aber wenn wir sportlich die Chance bekommen, dann wollen wir sie auch wahrnehmen“, berichtet Siemsglüss. „Gegen Plesse war es für uns immer schwer. Ich rechne mit einem Duell auf Augenhöhe. Der Ausgang lässt sich nicht vorhersagen. Aber wir wollen uns die Punkte von der Hinspielniederlage zurückholen.“

Etwas anderer Meinung ist Annika Hollender. Sie möchte mit ihrer HSG gern den 27:24-Triumph wiederholen, weiß aber, „dass wir das schwerste und gleichzeitig wichtigste Spiel der ganzen Saison vor uns haben. Dort wird die Meisterschaft entschieden“, glaubt die Rückraumspielerin.

„Das Spiel gegen Hannover hat uns nochmal Selbstvertrauen gegeben. Die Mannschaft ist heiß auf das Topspiel. Heidmark ist unangenehm zu spielen und heimstark. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir einen großen Kampf liefern werden.“

Der wird auch nötig sein. Davon geht auch ihr Coach aus. „Heidmark ist sicher noch stärker als Hannover und verfügt über einen richtig guten Gegenstoß“, weiß Tim Becker. Sein Schwerpunkt in der Trainingsarbeit lag dann auch im Rückzugsverhalten. „Welche Deckungsvariante er wählen wird, lässt Becker offen. Im ersten Duell bewährte sich die 3:2:1-Formation. Aktuell funktioniert aber auch die 6:0-Variante vorzüglich.

„Wir wollen Meister werden und fahren nach Dorfmark, um zu gewinnen. Wenn uns das gelingt, werden wir es in den letzten Spielen auch über die Runden bringen“, weiß Becker um die vorentscheidende Bedeutung der 60 Minuten in der Heide. Dabei kann er dem bewährten Kader vertrauen. „Die Mannschaft ist fit genug, um in einer Partie mit hohem Tempo und großer Intensität zu bestehen.“ Liegt er richtig, ist der ersehnte Titel in greifbarer Nähe. (zys)

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