Handball-Oberliga Frauen: Plesse-Hardenberg stürmt mit 38:26 über TuS Bergen zur Meisterschaft und feiert ausgelassen

„Unser Traum ist wahr geworden“

Da ist das Ding! Marilena Henne mit dem Wimpel für den Oberliga-Meister. Fotos: zje

Bovenden. Die Fans begleiteten die letzten Minuten auf dem Weg zum Titel mit stehenden Ovationen. Um exakt 18.18 Uhr brachen am Samstag die Dämme. Die Spielerinnen der HSG Plesse-Hardenberg stürmten das Parkett, nahmen die verletzte Yasmin Hemke in die Mitte und feierten ihren großen Triumph, die Meisterschaft in der Handball-Oberliga.

Soeben hatten sie beim 38:26 (17:11) über TuS Bergen mit einem Offensiv-Feuerwerk den entscheidenden Schritt getan. Bei Marilena Henne waren nach dem Abpfiff Tränen geflossen. „Da ist der ganze Druck abgefallen. Die harte Arbeit hat sich ausgezahlt. Unser großer Traum ist wahr geworden. Darauf sind wir mächtig stolz“, sprudelte es aus der Mannschaftsführerin heraus. Sie gab aber auch einen Einblick in ihre gemischte Gefühlswelt. „Es ist für viele von uns der schönste Tag in der Handball-Karriere, zugleich aber auch der enttäuschendste, weil es jetzt nicht weiter nach oben geht.“

Doch auch wenn die Tür zur 3. Liga zu bleibt, packten die HSG-Spielerinnen ihre Chance gegen Bergen mit großem Willen und unbändigem Ehrgeiz beim Schopf. Die selbst gestellten Aufgaben für das letzte Kapitel der Erfolgsgeschichte wurden mit Bravour gelöst: meisterliche Vorstellung, Hinspielniederlage wettgemacht, Titel geholt! „Wir haben das vor allem im Angriff heute gut gelöst. Die Mannschaft hat Bergen ernst genommen und dem Druck standgehalten“, freute sich Erfolgscoach Tim Becker.

Seine Schützlinge ließen den Kontrahenten in der munteren Anfangsviertelstunde noch mitspielen. Aber spätestens mit dem 4:0-Lauf zum 12:6 nahm der Meisterschaftszug des Burgenteams richtig Fahrt auf. Die meiste Kohle auf Plesses Lok warf dabei Miriam Achler.

In ihrem letzten Spiel im HSG-Trikot wurde sie glänzend in Szene gesetzt. Die Kreisläuferin netzte mit gewohnt guten Haltungsnoten konsequent ein. Da wollte Kristin Bäcker nicht nachstehen. Die scheidende Außenspielerin hob sich ihre vier Treffer für die zweite Hälfte auf. In Sachen Torejagd gesellten sich Lisa Sander und Maike Rombach hinzu. Letztere visierte mit trockenem Armzug wiederholt den Winkel des Gästetores an. So wuchs der Vorsprung nach der Pause schier unaufhörlich an.

An der Rechtmäßigkeit des Titelgewinns gibt es keinerlei Zweifel. Den letzten Beweis lieferte das Burgenteam mit 60 Gala-Minuten gegen Bergen. Danach gab es Blumen und das Meister-T-Shirt.

HSG: Menn, Haertel - Herale 3, Henne 1, Sander 8, Strahlke 2, Hollender 2, Achler 8, Rombach 6, Bäcker 4, Kunze 4, Tietjen. (zys)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.