Handball-Oberliga Frauen: Meister HSG Plesse-Hardenberg will wieder ganz oben mitspielen

Unternehmen Titelverteidigung des HSG Plesse-Hardenberg

Ein neues Quartett aus Osterode für Meister Plesse-Hardenberg: (von links) Fenja Thölke, Nele Röhrs, Trainer Tim Becker, Isabell Marienfeld und Lara Al Najem. Foto: Volker Herrig/nh

Nörten / Bovenden. „Wir wollen wieder ganz oben mitspielen. Etwas anderes würde uns ja auch niemand abnehmen. Und wenn es sportlich reicht, werden wir das Aufstiegsrecht dieses Mal auch wahrnehmen“, erklärt Tim Becker. Man arbeite im Verein bereits daran, die notwendigen Voraussetzungen für die 3. Liga der Handballerinnen zu schaffen. Aber zu weit aus dem Fenster lehnen möchte sich der Trainer der HSG Plesse-Hardenberg bei der Formulierung eines Saisonzieles aus verschiedenen Gründen nicht.

Der Triumph aus der Vorsaison sei kein Freibrief und der kleine Kader müsse von Verletzungen verschont bleiben. Im letzten Jahr war Annika Hollender der einzig echte Neuzugang. Nun gelte es, fünf Spielerinnen zu integrieren. Auch der Überraschungseffekt der 3:2:1-Deckung sei weg. „Alle haben uns jetzt auf dem Zettel. Das sind andere Voraussetzungen. Und wir gehen ja mit der Hypothek von zwei Minuspunkten wegen des nicht wahrgenommenen Aufstiegs ins Rennen. Bei einer engen Saison könnte das den Ausschlag geben.“

Starke Konkurrenz

Und Spannung scheint im niedersächsischen Oberhaus erneut garantiert. Die Konkurrenz schläft nicht. „Es gibt einige Unbekannte“, erklärt Becker mit Blick auf den Titelkampf. Dazu zählt er die Reserveteams der Bundesligisten Buxtehude und Rosengarten (2. Liga). „Das sind häufig Wundertüten.“ Mit Vorsicht müsse man auch Absteiger Hollenstedt und Rohrsen genießen. An der Weser hatte man zu Beginn der Saison 2015/2016 aus der 3. Liga Ost zurückgezogen.

Hartes Auftaktprogramm

In erster Linie schaut man unter den Burgen aber auf sich selbst. In der Meistersaison gab es nur vier Niederlagen. „Wir können in der Liga jede Mannschaft schlagen, müssen aber konstanter werden.“ Ausrutscher dürfe man sich nicht leisten, zumal mit Hildesheim, Northeim und Hannover ein Hammer-Auftaktprogramm wartet. „Wir müssen sofort da sein. Zeit zum Einspielen gibt es nicht.“

Die hätte der Meister aber gut brauchen können. Die aktuelle Trainingssituation stellt sich eher suboptimal da. Zur Vorbereitung bleiben nur elf Wochen, die auch noch mit dem Urlaub einiger Spielerinnen kollidieren. Zudem sind beide Stammhallen in den Ferien geschlossen. „Das ist ein Problem. Wir müssen viel improvisieren. Das hätte ich mir anders gewünscht“, hadert Becker.

Vielleicht auch deshalb wird der Coach an der taktischen Ausrichtung seines Teams vorerst keine großen Veränderungen vornehmen. „Wir werden zunächst auf dem aufbauen, was wir uns bisher erarbeitet haben. Im Blick haben wir noch eine weitere Deckungsformation. Das packen wir aber erst dann an, wenn alles andere läuft.“

Richtig rund laufen sollte es spätestens am 2. September. An dem Freitag fällt in Bovenden mit der Partie gegen den Hannoverschen SC der Startschuss zum Unternehmen Titelverteidigung. Zuvor werden aber noch viele Schweißtropfen in diversen Tests und Trainingseinheiten fließen.

Von Andreas Schridde

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