Handball-Oberliga Frauen: Rosdorf knöpft Spitzenreiter HSC beim 23:23 ersten Punkt ab

HG vergibt Sieg gegen Ersten

Abschluss: Rosdorfs Vicky Wette (2) steigt gegen die Hannovaner Abwehrspielerinnen Moira Quedenbaum (rechts) und Katharina Buchholz (8) hoch. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. War es nun ein Punktgewinn oder ein Punktverlust? Das war die große Frage nach dem 26:26 (13:13) der Rosdorfer Oberliga-Handballerinnen gegen den Hannoverschen SC. Immerhin konnte das Team des Trainer-Duos Lenny Pietsch und Edda Gutenberg dem bislang verlustpunktfreien Spitzenreiter den ersten Zähler überhaupt abknöpfen. Letztlich mag das Unentschieden sicher gerecht gewesen sein, doch es hätte für die HG, bei der Devi Hille mit elf Treffern herausragte, auch besser ausgehen können mit einer kleinen Portion mehr Konzentration. Allerdings – und auch diese Möglichkeit bestand – hätte auch der HSC siegen können.

„Auch wenn mehr drin war, bin ich mit dem Punkt zufrieden“, meinte HG-Coach Pietsch. „Wir haben oft die Angriffe zu hektisch abgeschlossen.“ Dieser Ansicht war auch Haupttorschützin Hille, die noch Schülerin ist und die 13. Klasse besucht: „Das hat Spaß gemacht. Schon gut, dass es ein Punkt geworden ist. Wir müssen zufrieden sein.“

Gegen den ungeschlagenen Tabellenführer fingen die Rosdorferinnen ganz stark an. Sehr couragiert traten sie gegen den HSC auf, zeigten überhaupt keinen Respekt und spielten ihre Angriff prima durch. Vor allem eben die vom Oberliga-Absteiger MTV Geismar gekommene Devi Hille überzeugte schon in der ersten Viertelstunde mit erfolgreichen Abschlüssen – vier Tore bis zum 7:3-Zwischenstand nach 15 Minuten.

Rosdorf machte viel Druck auf die HSC-Deckung, schien dann aber doch etwas Angst vor den eigenen Courage zu bekommen, so dass der Spitzenreiter zum 10:10 ausgleichen konnte (19.).

Nach dem 13:13 zur Pause gelang dem HSC beim 14:13 32 Sekunden nach Wiederbeginn die erste Führung überhaupt. Nach 38 Minuten führte Hannover 18:15 und den Rosdorferinnen drohten, die Felle davonzuschwimmen. Doch nun bewiesen sie auch Kampfgeist, glichen beim 19:19 durch Anastasia Lucenko wieder aus und gingen durch Hille wieder in Front.

Hätte sich die HG in dieser Phase nicht so viele dumme Ballverluste und Fehlabspiele geleistet, hätte man den Tabellenersten durchaus bezwingen können. Doch der jungen Mannschaft fehlte es da an Cleverness und auch Ruhe. Der HSC führte kurz vor Schluss 26:25, doch wem anderes als der erst 18-jährigen Devi Hille sollte an diesem Nachmittag der letzte Ausgleich vorbehalten sein. So blieb’s beim Remis, doch alle HGer dachten dasselbe: Man hätte dem Tabellenführer (zuvor acht Siege) durchaus auch die erste Niederlage zufügen können.

HG: Lange, Schlote - Wette 1, Eichhofer 3, M. Gutenberg 4, Hille 11, Lucenko 2, Jeep, Michelsen, Schrader 1, Kehler 1, Leonard 1, Seifert, Eisenhauer 2. (gsd) Foto: zje-nh

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