Handball-Oberliga Frauen: 23:23 der HG Rosdorf-Grone gegen den TuS Bergen

Viel Schatten, wenig Licht

Erfolgreich vom Kreis: Rosdorfs Anastasia Lucenko erzielt einen ihrer vier Treffer. Im Hintergrund staunt Bergens Sabrina Schack über die Flugeinlage Lucenkos. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Trainer Lennart Pietsch wusste nach dem Schlusspfiff nicht so recht, ob er sich ärgern oder freuen sollte über das 23:23 11:12) der Handball-Oberliga-Frauen der HG Rosdorf-Grone gegen den TuS Bergen. Denn in der ungemein spannenden Schlussphase mussten die Gastgeberinnen noch ein 19:22 aufholen, was ihnen auch gelang. Sie hatten aber mit dem Schlusspfiff durch Devi Hille noch die Riesenchance zum Sieg, doch Hille scheiterte an Bergens Torfrau Jana Döhler.

„Wir haben insgesamt 20 Minuten keinen Handball gespielt“, kritisierte Pietsch sein Team, das zu Anfang und Mitte der ersten Halbzeit und zu Beginn der zweiten 30 Minuten in der Tat völlig von der Rolle war. Bergen ging mit 4:1 in Führung, doch nach zehn Minuten konnte die HG erstmals zum 5:5 ausgleichen. Und der Folgezeit übertrafen sich beide Teams an Unzulänglichkeiten. Häufig flogen die Bälle meterweit über die Tore bei völlig überhasteten Würfen, falsche Entscheidungen wurden getroffen. Ausgeglichen blieb es bis zur Pause.

HG holt 18:21 auf

Anfang der zweiten Halbzeit wieder ein unerklärlicher Hänger auf Seiten der Rosdorferinnen, so dass die Gäste auf 15:1 davonziehen konnten. „Danach habe ich eine etwas offensivere Defensive spielen lassen. Dagegen fiel dem TuS nicht mehr viel ein“, konstatierte Pietsch. Allerdings blieb das Spiel der HGerinnen über die Außenpositionen noch stumpf, scheiterten Anne Eichhofer auf rechts und Freda Seifert auf links immer wieder an eigenen Wurfschwächen und einer gut aufgelegten Torfrau der Gäste. Eichhofer konnte indes in der Folgezeit noch drei Treffer anbringen.

Als beim 18:20 Maite Gutenberg für Rosdorf einen Siebenmeter verwarf und im Gegenzug Bergen per Strafwurf auf 21:18 erhöhte, schien dieses Spiel gegen die HG zu laufen. Doch mit unbändigem Kampfgeist konnten die Gastgeberinnen drei Minuten vor dem Schlusspfiff zum 22:22 ausgleichen. Zwar legte Bergen noch einmal zum 23:22 vor, doch die HG schaffte am Ende mit dem 23:23 doch noch das Remis durch ein Tor von Linksaußen Rike Jeep.

HG-Torfrauen von der Rolle

„Unser Problem war, dass wir 40 Minuten keine Torfrau hatten“, bemängelte Pietsch die Leistungen von Anna Lange und Luisa Schlote, die in der Tat wenig Bälle parieren konnten. Das Remis gehe aber in Ordnung. „30 Minuten lang war Bergen besser, 30 Minuten mein Team“, so Pietsch abschließend.

HG: Schlote, Lange - Wette 4, Eichhofer 3, Lucenko 4, M. Gutenberg 3/1, Kehler, Leonard, Eisenhauer 2, Hille 2, Seifert 3/2, Jeep 2.

Von Walter Gleitze

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.