Handball-Oberliga Frauen: Plesse-Hardenberg trifft Samstag auf das Überraschungsteam aus Göttingen

Auf dem Zahnfleisch ins Derby

Hier geblieben: Plesses Lisa Sander (am Ball) wird „liebevoll“ umarmt und zur Sicherheit auch noch am Trikot gezogen. Jetzt steht das Derby gegen die HSG Göttingen vor der Tür. Archivfoto:  zel

Nörten / Bovenden. Mit einem Spitzenspiel schließen die Frauen der HSG Plesse-Hardenberg am Samstag die Hinrunde in der Handball-Oberliga ab. Ab 17.30 Uhr gibt die HSG Göttingen ihre Visitenkarte in Bovenden ab.

Der Konkurrent aus der Nachbarschaft ist das große Überraschungsteam der Saison. Rang zwei hatte dem Aufsteiger wohl kaum jemand zugetraut. Doch die Truppe von Uwe Viebrans setzte gleich am ersten Spieltag mit dem 20:20 gegen Northeim ein Achtungszeichen. Punktverluste gab es danach nur noch bei den Niederlagen in Hannover und Bergen. Damit ist man noch in Schlagdistanz zum Tabellenführer und liegt einen Zähler vor dem Burgenteam.

Zuletzt standen sich beide Teams Ende Oktober in der zweiten Runde des Pokals gegenüber. Plesses 38:14-Erfolg ist allerdings ein Muster ohne Wert, da der Gegner nur mit der A-Jugend antrat. Tim Becker rechnet dennoch damit, dass man seinen Schützlingen die Favoritenrolle zuschieben wird. Dass sieht der HSG-Coach jedoch anders. „Wir gehen personell auf dem Zahnfleisch“, sagt er. Ihm stehen vermutlich nur acht gesunde Feldspielerinnen zur Verfügung. Sarah Strahlke trainiert zwar wieder, das Spiel gegen Göttingen kommt für sie aber noch zu früh. „Das schränkt uns erheblich ein. Das gilt für die Abwehr und das Tempospiel.“ Am Ende könnte es ein Kraftproblem geben, wie am vergangenen Wochenende im Pokalmatch gegen Heidmark. Trotz dieser ungünstigen Vorzeichen gibt sich Becker kämpferisch. „Da müssen wir jetzt durch und das Beste daraus machen. Wir beschäftigen uns weniger mit dem Gegner als mit uns.“

Becker beschreibt die Spielweise des Aufsteigers als unorthodoxen Handball. Er hat mehrere Spiele gesehen. Im Derby gegen Rosdorf zogen die Göttingerinnen ein gutes Tempospiel auf. „Da müssen wir aufmerksam sein und uns gut zurückziehen.“ So oder so dürfen sich die Zuschauer am Wurzelbruchweg auf ein schnelles, gutklassiges und wohl auch spannendes Duell freuen. (zys)

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