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Ohne Druck ins Erzgebirge: Der Northeimer HC spielt am Samstag bei Tabellenführer EHV Aue

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Weil Glenn-Louis Eggert den letzten Wurf des Spiels parierte, reichte es vergangenen Samstag für die Northeimer zum Heimsieg gegen Magdeburg II. Nun geht es zum Tabellenführer nach Aue.
Weil Glenn-Louis Eggert den letzten Wurf des Spiels parierte, reichte es vergangenen Samstag für die Northeimer zum Heimsieg gegen Magdeburg II. Nun geht es zum Tabellenführer nach Aue. © Hubert Jelinek

Ohne übertriebene Erwartungen, aber erhobenen Hauptes reisen die Drittliga-Handballer des Northeimer HC am Samstag (17 Uhr) zum ungeschlagenen Tabellenführer EHV Aue.

Northeim – Der langjährige Zweitligist peilt den sofortigen Wiederaufstieg an und hat die Punkte gegen den NHC gedanklich wohl bereits eingepreist. Ohne Druck beim Top-Team - vielleicht eine Chance für die Northeimer?

Ein wenig angefressen ist Trainer Jürgen Bätjer, zählte doch der Gegner sein Team in den sozialen Medien schon als Absteiger, der nur mit Glück noch in der 3. Liga sei. Dennoch zollt er den Erzgebirglern Respekt. „Dort ist alles 2. Liga: Mannschaft, Halle, Publikum. Da geht es für uns darum, ohne Druck und selbstbewusst aufzuspielen.“

Nach dem knappen, aber verdienten Sieg gegen den Nachwuchs des SC Magdeburg wurde in der Trainingswoche vor allem an den Grundlagen gefeilt. Denn: „Uns auf einen solchen Gegner einzustellen, ist sinnlos. Wir müssen über unsere Stärken kommen, die uns in der Vorbereitung getragen haben“, erklärt Bätjer. Dafür steht ihm der komplette Kader zur Verfügung. Auch Finnian Lutze war bei allen Trainingseinheiten dabei, dafür wurde das Knie von Paul-Marten Seekamp geschont. Aber auch er wird in Aue an Bord sein.

Northeims Gegner stieg vergangene Saison als Vorletzter der 2. Bundesliga ab. Wie bereits 2011, soll das Gastspiel in Liga 3 aber möglichst schnell beendet werden. Dazu verpflichteten die Erzgebirgler Trainer Stephan Just vom SC Magdeburg, der bis dahin die Youngsters betreute. Der 14-fache Nationalspieler aus Eisenach, der als Spieler kurzzeitig beim SC Magdeburg in der Bundesliga unter Vertrag stand, aber auch in Schwerin, Minden und Lübbecke spielte, übernahm den Absteiger im Sommer und peilt seitdem den sofortigen Wiederaufstieg an. Mit neun Siegen und einem Remis ist er dabei voll im Plan.

Gerade daheim ist sein Team eine Bank. Und auch auswärts wurde es für den Aufstiegsaspiranten nur in Hildesheim eng. Die Eintracht ertrotzte sich vor heimischem Publikum mit einem starken Lothar von Hermanni (zwölf Tore) ein 28:28 gegen den Tabellenführer, das Aue erst in letzter Sekunde per Strafwurf sicherte. (Axel Janßen)

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