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Pokalpech für Wildunger Vipers: Bietigheim kommt

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Sabine Heusdens
Sabine Heusdens © HSG/pr

Heimspiel, Heimspiel… Die Wildunger Handballerinnen wurden erhört und ihnen wurde tatsächlich nach langer Zeit endlich mal wieder eine Partie im DHB-Pokal vor den eigenen Zuschauern zugelost.

Bad Wildungen – Die Losfee Daniel Rebmann, Torhüter beim Handball-Bundesligisten Frisch Auf Göppingen, tat den Vipers diesen Gefallen, griff dann aber bei noch fünf Kugeln im Lostopf zur falschen: SG BBM Bietigheim. Die Übermannschaft, der Titelverteidiger, der deutsche Meister tritt am 28. oder 29. Januar im Viertelfinale bei den Vipers an.

Die Wildunger Trainerin Tessa Bremmer hatte schon vor der Auslosung so eine Ahnung. „Klar wollen wir mal wieder ein Heimspiel im Pokal haben, aber wenn wir dann Bietigheim als Heimspiel bekommen, dann nehme ich lieber das Auswärtsspiel in Lintfort.“

Der eine von noch zwei verbliebenen Zweitligisten hätte dem Spiel gegen Wildungen vermutlich auch eher zugestimmt als dem gegen den zugelosten Gegner, dem derzeitigen Bundesliga-Siebten TuS Metzingen. Der andere Zweitligist HL Buchholz-Rosengarten empfängt den VfL Oldenburg zum Nordderby. Die Spielerinnen der HSG Bensheim/Auerbach werden vielleicht ähnlich mit Pokallospech hadern wie die Vipers, denn sie müssen Borussia Dortmund ausschalten.

Gegner Bietigheim dämpft die euphorische Stimmung

Natürlich herrscht im Wildunger Lager Enttäuschung über dieses Lospech nur einen Schritt vor der begehrten Teilnahme am Final4-Turnier in Stuttgart, (1./2. April), bei dem die vier Halbfinalisten den Pokalsieger ermitteln. „Der Gegner Bietigheim dämpft natürlich die große euphorische Stimmung, die wir nach dem Pokalsieg aus Buxtehude mitgenommen haben“, sagt die Kapitänin und Torfrau Manuela Brütsch.

Doch aus einer Enttäuschung kann Trotz und dann auch Willenskraft entstehen, nach dem Motto: „Jetzt erst recht“. Darauf setzen sie in Wildungen. Dieser schmale Pfad kann auch mit Hilfe von Phrasen gesucht und gefunden werden. Dass der Pokal seine eigenen Gesetze habe, davon sprechen Geschäftsführer Uwe Gimpel und Co-Trainerin Sabine Heusdens. um das Team aufzubauen.

„Wir werden um den Einzug ins Final4 kämpfen“, verspricht Gimpel und Heusdens fügt hinzu, dass die Vipers auch schon gegen andere Vereine gezeigt hätten, dass sie über sich hinauswachsen könnten. „Vielleicht können wir mit der Unterstützung der Fans Bietigheim ärgern und nervös machen und dann schauen wir mal, zu was es reicht“, sagt Brütsch. Dass dies keine leeren Worte sind, hat die HSG am Mittwoch gegen den Thüringer HC gezeigt. Zwar nur in einer Halbzeit, aber vielleicht macht sie ja zwei gute daraus. rsm Foto: HSG/pr

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