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Premierenball am Niederrhein: SG 09 Kirchhof spielt erstmals beim TuS Treudeutsch Lank

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Von: Sebastian Schmidt

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Volle Konzentration: Lina Nöchel feiert am Niederrhein ihre Premiere für Kirchhof.
Volle Konzentration: Lina Nöchel feiert am Niederrhein ihre Premiere für Kirchhof. © Richard Kasiewicz

Es geht an den Niederrhein. In die Stadt Meerbusch und dort in die Forstenberghalle. Der Start in die Saison der 3. Liga West wird für die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof zum Premierenball.

Kirchhof/Meerbusch – Weil es das erste Pflichtspiel unter der Regie von Trainer Martin Schwarzwald ist. Weil fünf neue Spielerinnen ihren ersten Einsatz haben. Und nicht zuletzt, weil es der erste Vergleich mit dem TuS Treudeutsch Lank ist, der sein erstes Drittliga-Spiel überhaupt bestreitet (Sa. 17.30 Uhr).

„Lank ist für seine Emotionen und seinen Kampf bekannt. Die Halle wird voll sein, dem müssen wir gewachsen sein“, umreißt Schwarzwald die Vorgabe an sein Team. Nur all zu gern würde er sehen, dass seine Mannschaft gleich in einen „Flow“ kommt.

Zwei Testspiele wurden abgesagt

Schonung war zuletzt indes angesagt in Kirchhof. Die letzten Tests gegen Gedern/Nidda und Mainz 05 wurden abgesagt, weil zu viele Spielerinnen krank oder verletzt waren. Auch die neue Kapitänin Deborah Spatz, hinter deren Einsatz noch ein Fragezeichen steht, und Katharina Koltschenko, die vielleicht schon wieder eine Option ist. Sicher ist hingegen, dass die spanischen Zwillinge Alma (Trainingsrückstand) und Agustina Jaén Loro (Reha nach Kreuzbandriss) die ersten Partien verpassen. Auch deshalb erklärt Spatz: „Ich denke, dass wir noch eine gewisse Zeit brauchen werden, um die vorgenommenen Dinge umsetzen zu können.“

Immerhin: Die neuen Talente Yan Li Stannies (Tor), Julie Hafner (Außen), Carlotta Fege (Kreis), Lina Nöchel und Lotte Iker (beide Rückraum) haben sich allesamt blitzschnell akklimatisiert und bringen dem Team einen neuen „Input“ (Spatz).

Trainer Tomasik garantiert Aufstiege

„Lank hat super, super viele Auslösehandlungen drauf. Da ist es wichtig, mit standardisierten Abläufen zu reagieren“, betont A-Lizenz-Inhaber Schwarzwald. Und hat viel Respekt vor seinem Gegenüber. Vor Jurek Tomasik, der nicht nur Lank als größten Vereinserfolg erstmals in die 3. Liga führte, sondern auch zuvor den künftigen Liga-Rivalen TB Wülfrath (2010) und 2018 die Herren der SG Langenfeld.

„Wir hatten einen guten Stamm, haben lernwillige Talente dazubekommen und mit dem Trainer hat es wohl auch ganz gut geklappt“, erklärt Tomasik schmunzelnd, der in seiner Heimat Polen U 23-Nationalspieler war, ehe er für den TV Emsdetten und Longericher SC in der 2. Bundesliga auflief.

Mit Blick speziell auf die ersten beiden Spiele gegen die Meisterschaftsfavoriten Kirchhof und Aldekerk erklärt der Trainerfuchs: „Wir können nur gewinnen. Für uns geht es erst einmal darum, uns an die Härte und das Tempo sowie die Gegner zu gewöhnen.“ Zumal er personell ebenfalls noch ein paar Fragezeichen zu lösen hat. Und beim TuS außer der erfahrenen Torhüterin Denise Giebler (zuvor Leverkusen und Aldekerk) sowie Spielmacherin Madeleine Hoffmann (kam 2015 von Solingen-Gräfrath) praktisch keine Spielerin Drittliga-Einsätze vorweisen kann. Womit der Premierenball eröffnet ist. (Sebastian Schmidt)

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