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Eintracht Baunatal entführt Punkt beim Tabellenführer Krefeld

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Von: Martin Scholz

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Auf dem Posten: Krefelds Andrej Obranovic (von links) und Lars Jagieniak versuchen sich gegen die Baunataler Kevin Trogisch und Benjamin Fitozovic durchzusetzen. Das
Krefelds Andrej Obranovic (von links) und Lars Jagieniak versuchen sich gegen die Baunataler Kevin Trogisch und Benjamin Fitozovic durchzusetzen. Das © Andreas Fischer

Was für ein Auftritt: Am Samstagabend erkämpften sich die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal ein 33:33 (20:16) beim hoch favorisierten Tabellenführer HSG Krefeld Niederrhein. Vor 539 Zuschauern in der Krefelder Glockenspitzhalle war es erst der dritte Punktverlust bei 15 Spielen für die Rheinländer, die das Hinspiel in Baunatal mit 29:

27 gewonnen hatten.

Entsprechend zufrieden zeigte sich nach dem Spiel Eintracht-Trainer Dennis Weinrich: „Wir haben uns mit einem Punkt belohnt, und es wäre sogar noch mehr drin gewesen“, sagte der 32-Jährige, der es vor dem Spiel nicht für möglich gehalten hätte, mit einem Vier-Tore-Vorsprung in die Halbzeit zu gehen.

Zuvor war sein Spielern fast alles gelungen. Wieder war die Verteidigung um den Mittelblock mit Phil Räbiger und Fynn Reinhardt auf dem Posten, aber dieses Mal wurden eben vorn auch die notwendigen Tore erzielt. Allen voran Linkshänder Kevin Trogisch, der dieses Mal 7 Tore (bei einem verwandelten Siebenmeter) beisteuerte. Aber auch sonst gelang der Eintracht auch noch in den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit fast alles. Bis die Krefelder in der 35. Minute Torwart Lasse Hasenforther für Sven Bartmann brachten. „Vorn lief es nicht mehr wie gewünscht, und wir haben doch tatsächlich innerhalb von vier Minuten einem Fünf-Tore-Vorsprung verspielt“, ärgerte sich Weinrich später.

Ein paar Fehler müsse man noch eliminieren, wie die Partie in Krefeld gezeigt habe, obwohl das positive Gefühl deutlich überwiege. „Marian Mügge hat wieder etliche 1:1-Situationen entschärft, Felix Geßner und Benjamin Fitozovic haben schöne Tempogegenstöße gezeigt, und Marvin Gabriel hat in der zweiten Welle seine Klasse unter Beweis gestellt“, sagte Weinrich.

Entsprechend viel die Bilanz von Krefelds Trainer Maik Pallach aus: „Wir haben katastrophale erste 30 Minuten abgeliefert. Meine Mannschaft hat viel zu viele Fehler gemacht und den Torhüter im Stich gelassen. In der zweiten Halbzeit sind wir mit viel Ehrgeiz und Lust zurückgekommen und hätten den Sack zu machen müssen.“

Und das wäre auch fast geschehen, denn beim Stand von 29:26 (48.) schienen die Baunataler auf die Verliererstraße eingebogen zu sein. „Das war der Punkt, wo wir Moral gezeigt und uns wieder herangekämpft haben“, sagte Weinrich über die letzten Minuten, in denen das Momentum hin- und herwechselte, und Kevin Trogisch beim Stand von 32:32 noch einen Siebenmeter verwarf.

Krefeld ging danach in Führung, aber Phil Räbiger fasste sich ein Herz und brachte den Ball mit einem Notwurf in die lange Ecke im Krefelder Tor unter – der Punktgewinn war gesichert. (Martin Scholz)

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