Mündens Trainer spricht von Arbeitsverweigerung

TG unterliegt 20:37 – Keine Besserung in Sicht

Hannover/Münden. Handball-Oberligist TG Münden verlor auch sein fünftes Saisonspiel und bleibt Tabellenletzter. Dabei ergab sich eine bittere Parallele.

Am Donnerstag bot in der Handball-Bundesliga die MT Melsungen in Kiel eine unterirdische Leistung. Fast scheint es, als habe Oberligist TG Münden ihrem großen Nachbarn am Samstagabend nacheifern wollen. Die TG verlor beim TuS Vinnhorst exakt mit dem Melsunger Ergebnis. Letztlich endete die Partie beim Spitzenreiter in Hannover ebenfalls 20:37 (11:21).

Trainer Matthias Linke war erstmals in dieser Saison auch nach außen hin regelrecht erbost. „Das grenzte an Arbeitsverweigerung! Nach einer guten ersten Viertelstunde hat sich die Mannschaft aus welchen Gründen auch immer ergeben“, sagte Linke. Von der Kritik ausnehmen wollte er lediglich Jan-Erik Kleinschmidt, der zumindest kämpfte und auch die einzigen beiden (!) Zeitstrafen aufgebrummt bekam sowie Youngster Marcel Mangels. Die Torhüter träfe ebenfalls keine Schuld. Sie seinen viel zu oft gegen die spielstarken Gastgeber allein gelassen worden.

Nach dem 5:6-Anschlusstor durch Kiron Hartig (12.) ging bei der TG kaum noch etwas zusammen. Mit zehn Toren Rückstand ging es in die Pause. In den ersten 15 Minuten danach warf Münden ganze drei Tore. Bei fast jedem Angriff wurde aufgrund von Passivität ein Zeitspiel zumindest angezeigt. So entwickelte sich spätesten beim 14:29 (45.) ein echtes Debakel. Die spielfreie Zeit bis zum 20. Oktober (Heimspiel gegen Lehrte) läutet die TG mit einer trainingsfreien Woche ein. „Vielleicht müssen jetzt alle erst mal den Kopf frei bekommen“, erklärte Matthias Linke.

TG Münden: Sonne, Görtler – Kleinschmidt 7, Backs 4/1, Bolse 2, Pfaffenbach 2, Fehling 2, Mangels 1, Schilke 1, Hartig 1, Rohdich, Prinz, Michalke. (mbr)

Rubriklistenbild: © Andreas Arens

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