TSG Uslar verlässt Sollinger Handball-Spielgemeinschaft

Ein Team! Nach dem Rückzug der TSG Uslar wird die Handball-Spielgemeinschaft im Solling künftig nur noch aus zwei Stammvereinen bestehen. Archivfoto: zje

Gerüchte gab es in Sollinger Handballkreisen schon seit geraumer Zeit. Nun ist es amtlich: Die TSG Uslar hat ihre Mitarbeit in der HSG Schoningen/Uslar/Wiensen zum 31. Dezember gekündigt.

Uslar. Über diese Entscheidung wurden die weiteren Stammvereine SC Schoningen und TSV Wiensen kürzlich vom Sportwart der TSG, Edgar Leifheit, informiert.

Leifheit, erst Anfang März in dieses Amt gewählt, ist inzwischen zurückgetreten. „Meine Hauptmotivation war es, den Handball in der TSG zu erhalten. Leider haben mir meine Vorstandskollegen nicht das Vertrauen geschenkt. Ich habe keine gemeinsame Basis mehr gesehen“, erklärt der ehemalige Handballer.

Worum geht es?

Die Mitgliedschaft in der HSG hatte die TSG offiziell bereits vor Beginn der Spielzeit 2014/2015 gekündigt, seither herrschte nach Angaben Leifheits ein vertragsloser Zustand. In zähen Verhandlungen rang man um eine Einigung - am Ende vergebens.

„Die TSG sah sich nicht in der Lage, für eine geringe Zahl an Mitgliedern jährlich über 2000 Euro aufzubringen“, erklärt Leifheit. Seine Lösungsansätze fanden ebenso wenig Gehör wie ein letzter Kompromissvorschlag von HSG-Spielleiter Stephan Sielhorst. „Am Ende ist es an etwa 600 Euro gescheitert.“

Dazu kamen Unstimmigkeiten der Stammvereine hinsichtlich der Abrechnungen in der HSG. „Ich hätte gerne über eine ganze Saison demonstriert, dass es auch anders und besser geht. Diese Chance habe ich leider nicht bekommen“, sagt der Ex-Sportwart.

Was Sagen die Partner?

Jörg Grabowsky, Vorsitzender des SC Schoningen, und Glenn Röber, Chef des TSV Wiensen, bedauern das Ende der über 25 Jahre andauernden Zusammenarbeit. „Ich finde es schade, aber wir müssen das akzeptieren“, sagt Grabowsky. Für ihn ist es in erster Linie eine politische Entscheidung. „Ob sie richtig war, muss sich zeigen. Aber jeder muss sehen, wo er bleibt. Und die TSG will künftig andere Schwerpunkte setzen. Dann führen wir die Spielgemeinschaft eben allein weiter.“

Wie geht es weiter?

Auf die verbliebenen Stammvereine wartet eine Menge Arbeit. Gefordert ist Organisation. Schließlich müssen die Aktiven ab dem 1. Januar über eine Mitgliedschaft im SC Schoningen oder TSV Wiensen verfügen. Der Zeitpunkt des Uslarer Austritts, mitten in der Saison, macht die Sache nicht einfacher. Am Freitag (13. November) werden die Betroffenen ab 18 Uhr bei einem Treffen in der Schoninger Turnhalle informiert, wie es weitergeht. (zys/mwa)

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