Handball-Verbandsliga

Das rettende Ufer rückt näher: TG Münden besiegt Nienburg II mit 33:27

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Jubel vom Mann des Spiels: TG-Torhüter Patrick Sonne (links) zeigte gegen Nienburg II eine bärenstarke Leistung.

Mit einem echten Ausrufezeichen haben sich die Verbandsliga-Handballer der TG Münden im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet. Beim 33:27 (11:13)-Heimsieg über die HSG Nienburg II zeigten die Mündener die bislang beste Saisonleistung.

Damit reichte die TG auch die Rote Laterne an den nun punktgleichen SV Altencelle weiter, der zuhause der HSG Rhumetal unterlag.

„Das waren wieder zwei ganz wichtige Punkte“, fiel Trainer Matthias Linke wie schon beim letzten Heimspiel vor zwei Wochen ein Riesenstein vom Herzen. Anders als beim hauchdünnen 24:23-Erfolg über Warberg/Lelm mussten er und die erneut knapp 200 begeistert mitgehenden Fans diesmal aber nicht bis zur letzten Sekunde um den Sieg zittern. Nachdem die Gastgeber zum Ende einer von beiden Seiten zwar engagiert geführten, aber von Fehlwürfen und technischen Fehlern geprägten ersten Halbzeit noch mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause gegangen waren, übernahmen sie nach dem Wiederanpfiff sofort das Kommando.

Bester Mündener Torschütze: Tim Weinberger (am Ball) traf acht Mal aus dem Feld. 

Mit einer jetzt noch aggressiver zupackenden Abwehr drehten sie innerhalb der ersten fünf Minuten den Spieß um und lagen ihrerseits plötzlich mit 17:14 in Front. Zwar glichen die Gäste, die in diesem Jahr sechs von sieben Spielen gewinnen konnten und sich am Samstag mit einem weiteren Sieg wohl endgültig aus dem Abstiegskampf verabschiedet hätten, in der Folge noch einmal zum 17:17 aus (37.). Doch dann spielten sich die Gastgeber förmlich in einen Rausch.

Mit Tim Weinberger, der aus dem Rückraum nahezu nach Belieben traf, Jan-Erik Kleinschmidt, der jedes gelungenen Anspiel an den Kreis nutzte und in ein Tor ummünzte, Pascal Pfaffenbach, dessen Formkurve immer weiter ansteigt und vor allem Patrick Sonne zwischen den Pfosten, der mit 19 teilweise spektakulären Paraden maßgeblichen Anteil am Erfolg seiner Mannschaft hatte, marschierte die TG auf und davon und ließ den zunehmend frustriert wirkenden Nienburgern in der Schlussphase nicht mehr den Hauch einer Chance.

„Das haben die Jungs heute richtig gut gemacht“, war Matthias Linke am Ende mächtig stolz auf sein Team. Das liegt jetzt als Vorletzter zwar immer noch auf einem Abstiegsplatz, doch der Rückstand auf den Lokalrivalen HG Rosdorf-Grone schmolz dank dessen Heimniederlage gegen den SV Alfeld auf nur noch einen Zähler. Und selbst die davor platzierten Teams aus Warberg/Lelm und Nienburg sind mit jeweils nur noch drei Punkten Vorsprung wieder in direkter Schlagdistanz. Der Abstiegskampf scheint also doch noch einmal richtig spannend zu werden.

TG Münden:Sonne, Görtler – Weinberger 8, Backs 7/4, Kleinschmidt 6, Pfaffenbach 5, Bolse 2, Hartig 2, Grambow 2, Wiegräfe 1, Fehling, Bode, Mangels.

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