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Ringleb-Debüt bei Fritzlarer Gastspiel in Wülfrath

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Von: Ralf Ohm

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Franziska Ringleb
Franziska Ringleb © Richard Kasiewicz

„Wir müssen gewinnen“, sagt „Lucky“ Cojocar, Trainer der SV Germania Fritzlar. Und sein Kollege Jörg Büngeler vom TB Wülfrath: „Wir müssen gewinnen.“ Kein Zweifel, beide wissen, was vor dem Kellerduell der 3. Handball-Liga der Frauen (Sa. 20 Uhr MTC-Sporthalle) die Stunde geschlagen hat.

Fritzlar/Wülfrath - Um das zu unterstreichen, haben sich die Rivalen vor dem wegweisenden Spiel auch noch verstärkt. Fritzlars Mini-Kader wird ergänzt durch Franziska Ringleb, die bereits unter Cojocar bei der HSG Kleenheim/Langgöns in der 2. Liga (Saison 2016/17) spielte, ehe sie für ein Jahr zum Klassenkameraden SG 09 Kirchhof wechselte. Mit der 30-Jährigen, die sich zuletzt im Uni-Team Gießen fit hielt und erst mal bis Weihnachten aushelfen soll, verfügt die Germania erstmals über eine wurfstarke Linkshänderin im rechten Rückraum, so dass Hannah Berk auf Rechtsaußen rücken kann. Und die weiteren Aufbauspielerinnen Maria Kiwa, Melina Hahn, Chantal Reimbold und Anne Kühlborn entlastet werden. „Sie wird uns weiterhelfen“, erklärt der SVG-Coach.

Das erhofft sich TB-Trainer Büngeler von der ehemaligen Zweitliga-Spielerin Hanna Haase (u.a. Lintfort) und Rückkehrerin Simone Fränken: „Mit ihnen haben wir hochkarätige Wechselmöglichkeiten.“ Bisher lag die Hauptlast im Rückraum auf Paula Stausberg (bisher 25 Tore), Jule Kürten (34/12) und Spielmacherin Friederike Büngeler (15). Die Entlastung im Tor, wo Klara Stausberg nach der Verletzung von Lisa Klanz zur Alleinunterhalterin geworden ist, lässt noch auf sich warten, weil Neuzugang Julia Geselle erst ab dem nächsten Wochenende spielberechtigt ist.

Ein Schwachpunkt angesichts von 105 Gegentoren aus den letzten drei Spielen? Trainer Cojocar, der weiter auf Luisa Krüger (Knieoperation) verzichten muss, konzentriert sich auf die Defizite in der eigenen 6:0-Abwehr, die sich im letzten Spiel besonders auf den Halbpositionen zu oft verladen ließ. Und nur phasenweise den nötigen Zugriff fand, um mit eigenen Ballgewinnen den Startschuss für die sonst so gefürchtete erste und zweite Welle zu geben.

Genau dieses Umschaltspiel soll laut Cojocar der „Schlüssel“ zum dringend benötigten zweiten Saisonsieg sein. Unterfüttert von Ringlebs Debüt-Treffern aus der zweiten Reihe.  

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