Handball-Oberliga: 29:35-Niederlage im ersten Heimspiel gegen den VfL Hameln

Rosdorf scheitert an sich selbst

Aua! Rosdorfs Hubertus Brandes im neuen rot-weißen Dress wird von Hamelns Heiko Heemann (links) und Oliver Glatz gefoult. Foto: Jelinek

Göttingen. Oben, an der Balustrade in der Rosdorfer Sporthalle am Siedlungsweg, standen die beiden „alten Hasen“. Freddy Brandes und Jonas Norpoth schauten sich das Oberliga-Spiel ihrer alten Mannschaft gegen den VfL Hameln an. Was sie und die 120 Zuschauer sahen, konnte sie nicht vollends überzeugen. Nach einer Vielzahl von Fehlern verlor die HG Rosdorf-Grone klar mit 29:35 (14:19) gegen die am Samstag einfach zu starken „Rattenfänger“. Damit hat sich das Team von Trainer Mirko Jaissle, beseelt vom Zehn-Tore-Sieg vor Wochenfrist in Northeim, vorerst wieder selbst geerdet.

Denn die Rosdorfer scheiterten vor allem an sich selbst. Angst vor der eigenen Courage? „Ja, vielleicht“, räumte HG-Regisseur Hubertus Brandes hinterher ein. Mit seinem nachträglichen Geburtstagsgeschenk (23 am vergangenen Donnerstag) wurde es letztlich auch nichts.

1:1, 3:3, 6:6 - so ging es los gegen Hameln, ehe Brandes, der starke Rechtsaußen Niklas Knust und Mathis Ruck eine 9:6-Führung herauswarfen. Davon schien die HG (im neuen rot-weißen Dress und neuen Rücken-Nummern) selbst am meisten überrascht zu sein. Fortan nämlich ging fast nichts mehr. Der VfL zog durch einen beeindruckenden 8:1-Lauf seinerseits auf 14:10 weg und bis zur Pause dann dank einer 13:5-Serie auf 19:14.

Mittels einer doppelten Manndeckung durch Knust und Frölich für Hamelns Glatz (7 Tore) und Pille (7) versuchte Jaissle, den Gästen den Zahn zu ziehen – was misslang. VfL-Kreisläufer Heiko Heemann und Torben Höltje sprangen ein und ließen die HG (ohne Krebs) mehrfach alt aussehen.

Zwar hatte Rosdorf nach dem Wechsel wieder gute zehn Minuten, verkürzte auf 20:21 (37.), doch dann tauchten wieder diese haarsträubenden technischen Fehler auf. Souverän setzte sich der VfL wieder ab, war flugs wieder auf ein halbes Dutzend Tore einteilt. „Die waren einfach besser“, gab Jaissle zu. „Unser Abschluss war zu halbherzig, wir haben Hameln zu einfachen Toren eingeladen. Auch unsere Torwarte hatten nicht ihren besten Tag.“ Zu spät brachte Jaissle letztlich Eichhorn für Krüger.

„Gegen Hameln haben auch wir uns früher schwergetan“, erinnerte sich Jonas Norpoth. Für den Spruch des Abends war dann aber Freddy Brandes’ Bruder Hubertus zuständig: „Dann müssen wir eben nächsten Samstag in Duderstadt gewinnen!“ Im Eichsfeld wird man dies registrieren.

HG: Krüger, Eichhorn (ab 48.) - Ruck 4, Brandes 10/5, Frölich 2, Osei-Bonsu 2, Schulz 1, Regental, Greve 1, Falke 1, Kupzog 3, Knust 5, Bohnhoff. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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