Frauenhandball-Landesliga

Rotenburg will zurück in die Erfolgsspur

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Einsatz noch ungewiss: Johanna Drewer hat Probleme mit dem Knie. 

Für die Landesliga-Handballerinnen der TG Rotenburg steht das nächste Heimspiel an.

Rotenburg – Zu Gast in der Rotenburger Großsporthalle wird am Samstag ab 15.30 Uhr Schlusslicht FT Fulda sein. Erst einmal konnten die Fuldaerinnen in dieser Saison gewinnen. Das war Anfang November, als sie sich bei Eintracht Baunatal 35:28 durchsetzten.

Damals saß der neue Coach Norman Wild erstmals auf der Bank. Auf der nahm zuletzt bei der 19:31-Niederlage auch die verletzte Linkshänderin Stella Wild mit dick bandagierter Hand Platz. Ob sie morgen mitwirken kann, erscheint fraglich.

TGR-Trainer Sebastian Jaschinski hat die FT schon mehrfach beobachtet, auch bei ihrem Auftritt in Hersfeld. „Die Fuldaerinnen haben viel Verletzungspech gehabt. Wir dürfen sie aber nicht unterschätzen. Das ist eigentlich eine gute Mannschaft. Ich kenne sie noch aus der Bezirksoberliga.“

Einen Trumpf der FT sieht er bei dem Zusammenhalt und der Emotionalität, die unter den Spielerinnen herrsche: „Die feiern jede gelungene Aktion und können sich hochpushen. Wir dürfen ihnen nicht zu viel gelungene Aktionen geben, sonst wird es gefährlich.“ Probleme habe die FT damit, in der neuen Klasse genügend Tore zu werfen. „Das sorgt für Verunsicherung, die zu Fehlern führt“, sagt der TGR-Trainer.

Er hat nach der unnötigen 18:22-Derbypleite beim TV Hersfeld in der spielfreien vergangenen Woche das erste Training ausfallen lassen und gemeinsam mit den Spielerinnen die beiden letzten Niederlagen Revue passieren lassen. „Das war ein gutes Gespräch, konstruktiv, zielführend“, sagt Sebastian Jaschinski.

Thema waren dabei auch die beiden Ukrainerinnen, Torfrau Tetiana Chorniavska und Linkshänderin Yulia Makarova. Sie weilen zurzeit in ihrer Heimat und bemühen sich um ein neues Visum. „Julia ist eine technisch sehr gut ausgebildete Spielerin, was Ballfluss und Tore angeht. Aber wir sind breit aufgestellt und können Lücken schließen“, sagt Jaschinski. Mit Yulia Makarova neben sich „hatten alle anderen Spielerinnen ein paar Prozent Leistung mehr, diese haben wir jetzt im Training wiedergefunden“, sagt Jaschinski.

Was die Visa angeht, gibt es noch keine positiven Rückmeldungen. „Ich plane im Moment erst einmal ohne Tetiana und Yulia.“ Ob sie zurückkommen werden, vermag er momentan noch nicht zu sagen. „Es wäre gut, aber erst einmal müssen wir jetzt ohne die beiden auskommen“

Im Heimspiel gegen den Tabellenletzten soll seine TGR in die Erfolgsspur zurückfinden und Selbstbewusstsein tanken, um danach auch beim stärksten Aufsteiger zu bestehen, der Eintracht aus Baunatal. Im Dezember noch vier Punkte zu holen, ist das Ziel. „Aber es ist eine gefährliche Situation. Gegen die nächsten beiden Spiele verloren, dann wird es nach unten hin eng“, weiß Sebastian Jaschinski.

Er warnt vor der starken Linkshänderin Hannah Bruhn: „Sie ist eine gute Schützin mit dem Auge für den Kreis. Sie müssen wir gut bekämpfen.“ Es gelte, die Fuldaerinnen erst gar nicht in Jubelstimmung kommen zu lassen. Den Ball gewinnen, schnell auf Angriff umschalten und schnelle Tore werfen – das würde dem optimistisch gestimmten TGR-Coach gefallen.

Sollte Johanna Drewer, deren Knie Probleme bereitet, wieder mitwirken, dann könnte Jaschinski seine Bestbesetzung aufbieten – von den beiden Ukrainerinnen eben mal abgesehen.

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