Bad Wildunger Bundesliga-Frauen verlieren ihr Urgestein im Rückraum

Sabine Heusdens: Die „Mitreißerin“ geht im Sommer von Bord

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Einer ihrer größten Erfolge: Sabine Heusdens bei der Final4-Teilnahme 2018.

Nach insgesamt acht "Dienstjahren" bei den Vipers wird sie eine große Lücke hinterlassen: Sabine Heusdens.

Bad Wildungen - Sie ist eine der letzten "Altgedienten" im Kader der Vipers. Im Sommer ist für das Bad Wildunger Urgestein Sabine Heusdens schluss.

„Klassenerhalt und noch etwas mehr“ lautet das Ziel, mit dem die sympathische Niederländerin sich von den Vipers am Saisonende verabschieden möchte. Nach 20 Jahren Leistungshandball in Holland, Dänemark und Deutschland hat „Sabi“ den Entschluss gefasst, sich mehr der Familie und dem Beruf zu widmen und Platz für die „jungen Wilden“ zu machen.

Heusdens trägt im achten Jahr das Vipers-Trikot

Insgesamt acht Jahre, zuerst von 2009 bis 2013 und dann nach vier Jahren in Rosengarten ab 2017 wieder, prägte die Rückraumspielerin das Handballspiel der Nordhessinnen. Durch ihren Kampfgeist und ihre Leidenschaft brachte sie die Ense-Halle in diesen Jahren das ein ums andere Mal zum Kochen. 

Schon 2012 bei den Vipers: Sabine Heusdens, hier in typischer Manier beim Torwurf im Spiel gegen den HC Leipzig. (Foto: malafo)

Vor allem jedoch ihre sehenswerten Tore aus großer Distanz oder ihre cleveren Kreisanspiele begeistern bis heute das Publikum in den deutschen Handballhallen. Als eine der erfahrensten Spielerinnen im diesjährigen Kader steht „Sabi“ den jüngeren Teammitgliedern immer wieder mit Rat und Tat zu Seite. 

Heusdens freut sich auf Familie und Freizeit

Aber sie ist in einem Alter, in dem man auch um andere Dinge mehr Gedanken macht. „Einfach mal spontan am Wochenende irgendwo hinfahren und mehr Zeit mit Familie und Freunde genießen“, darauf freut sich die 32-Jährige am meisten.

„Ich möchte mich bei meiner Familie und meiner Freundin bedanken, die mir jahrelang den Rücken freigehalten haben. Und natürlich auch bei allen Trainern, Mitspielerinnen, Arbeitgebern, Sponsoren und vor allem Fans, die mich in meiner erfolgreichen Karriere unterstützt haben!“

Heusdens „immer für einen Scherz gut“

Vipers-Trainerin Tessa Bremmer kennt Heusdens schon von klein auf, als diese noch am Anfang ihrer Karriere in Holland ihre ersten Entwicklungsschritte machte: „Als „Spaßvogel“ der Mannschaft ist Sabi jederzeit für einen Scherz zu haben."

Mit ihrer guten Laune schaffe es Heusdens stets, ihre Mitspielerinnen zu motivieren und sie gebe ihre Erfahrung nur zu gerne an jüngere Spielerinnen weiter Bremmer: "Sie ist seit Jahren eines der Gesichter der Vipers und hat vor allem nach ihrer Rückkehr nach Bad Wildungen 2017 eindrucksvoll bewiesen, zu was sie auf dem Spielfeld fähig ist. Sportlich, aber auch menschlich gesehen, hinterlässt Sabi eine große Lücke, die es dann zu schließen gilt.“ 

Für Vipers-Geschäftsführer Uwe Gimpel ist und war Heusdens „immer ein Vorbild an Ehrgeiz und Einsatzbereitschaft. Wenn man Sabi auf dem Spielfeld sieht, weiß man, dass sie immer über ihre Grenzen geht und alles gibt. Für viele tolle Spiele im Trikot der Vipers möchte ich mich herzlich bei Sabi bedanken", so Gimpel. Er sei froh, dass die Niederländerin weiter in Wildungen wohnen wird. "Wir werden sie sicherlich noch oft im Publikum der Ense-Halle sehen.“ (red/schä)

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