Jugendhandball

Sahins Blitzintegration bei der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen

Durchsetzungsstark: mJSG-Neuzugang Rohat Sahin (l.), der hier die Kraftprobe mit Balingens Jason Illitsch (Nummer 11) gewinnt.
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Durchsetzungsstark: mJSG-Neuzugang Rohat Sahin (l.), der hier die Kraftprobe mit Balingens Jason Illitsch (Nummer 11) gewinnt.

Bereits bei seinem dritten Einsatz für die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen entpuppte sich Rohat Sahin als willkommene Stütze der Mannschaft, die derzeit um die Deutsche Meisterschaft spielt.

Melsungen – Als Rohat Sahin nach 14 Minuten aufs Feld kam, war die Lage für seine Mannschaft durchaus angespannt. 5:8 lag die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen im Viertelfinal-Rückspiel gegen die JSG Balingen-Weilstetten zurück, war in der Abwehr noch nicht so kompakt wie gewünscht und im Angriff fehlte etwas die Konsequenz im Abschluss. Zur Behebung beider Probleme, die wohl wichtigste Voraussetzung für die Wende und einen schwer erkämpften 34:31-Erfolg, konnte der Neuzugang schließlich Wesentliches beitragen. Und sich beim Verlassen des Feldes nach seinem gerade mal dritten Einsatz schon über den Einzug ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft gegen die Füchse Berlin freuen.

Sein bisher bestes Spiel im mJSG-Trikot? „Ja.“ Warum? „Weil ich bisher noch nie so lange für meinen neuen Verein auf der Platte war.“ Genau 46 Minuten, was durchaus verwunderlich ist. Denn vorher hatte der 19-Jährige - vor der Saisonunterbrechung noch für die HSG Konstanz in der A-Jugend-Bundesliga im Einsatz - gerade vier Mal mit seiner neuen Mannschaft trainiert.

Kämpfer und Kommunikator

Dabei aber auch „ganz viel mit den Jungs gesprochen“, um in die automatisierten Abläufe eingebunden werden zu können. „Rohat hat sich unheimlich schnell integriert“, staunte selbst Trainer Florian Maienschein. Und lernte ganz schnell die Stärken seines neuen Schützlings kennen: Kommunikation und Kampfgeist.

„Ich habe halt nicht so viel Talent und muss deshalb mehr arbeiten“, erklärt der Schweizer mit kurdischen Wurzeln seine engagierte Spielweise, die ein wenig an die von Nationalspieler Jannik Kohlbacher erinnert, seinem Vorbild. Und die ihn eines Tages in die Bundesliga führen soll. Sein Ziel und der Grund für seinen Wechsel nach Melsungen.

Zuvor will Rohat Sahin aber noch Deutscher Meister werden. Mit der mJSG, die nun im Halbfinale vor einer richtig hohen Hürde steht: die U 19 der Füchse Berlin, schon am kommenden Freitag Gastgeber der Nordhessen. „Das wird ein harter Kampf“, prophezeit der Kreisläufer. Und freut sich drauf. Schließlich ist er in seinem Element, wenn‘s ans Eingemachte geht. Und dürfte daher möglicheweise noch ein bisschen länger auf der Platte stehen.

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