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Schlüsselspiel für Bad Wildungen: Halle-Neustadt kommt

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Thea Oby Olsen (Vipers) versucht Anica Gudelj (Halle-Neustadt) zu überwinden.
Auge in Auge mit der Torhüterin: Thea Oby Olsen (Vipers) versucht beim 29:20-Sieg ihres Teams im März, Anica Gudelj (Halle-Neustadt) zu überwinden. © malafo

Weihnachten? Viel hatten die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen nicht davon. Schließlich bestreiten die Vipers an diesem Dienstag eine Partie mit Stellenwert.

Bergheim – Schon für den späten Nachmittag des ersten Feiertags hatte Trainerin Tessa Bremmer ihren Spielerinnen eine Trainingseinheit in den Plan geschrieben, am Montag eine zweite. Das Team erwartet in der Großsporthalle der Gesamtschule Edertal an diesem Dienstag (Anpfiff 19.30 Uhr) den SV Union Halle-Neustadt, der mit genau einem Punkt weniger ausgestattet ist als die Gastgeberinnen.

Fast alle Spielerinnen seien nach der Einheit am Donnerstagvormittag nach Hause gefahren, erzählte Tessa Bremmer. Alles in allem keine drei Tage Handball-frei. „Es ist ist blöd, wenn man Weihnachten in der Halle sein muss“, sagt die Trainerin. Ändern kann sie es nicht. Die Liga hat nun mal einen kompletten Spieltag angesetzt – offenbar in der Erwartung voller Hallen. Bremmer ist da eher skeptisch: „Ich habe das in den letzten Jahren nicht gesehen.“

Bremmer: Mit Sieg sauber im Mittelfeld

Zudem ließ ihr die Brisanz der Partie keine Wahl. „Hätten wir in Bietigheim gespielt, hätte ich den Mädels vielleicht einen Tag mehr gegönnt.“ Anders als der Meister ist der SV Union schlagbar und ein potenzieller Rivale im Rennen um den Klassenerhalt. „Es ist für beide Mannschaften extrem wichtig, sich ein bisschen Luft zu verschaffen. Wenn du gewinnst, stehst du sauber im Mittelfeld, wenn du verlierst, dann hängst du unten mit drin“, fasst Bremmer die Lage bündig zusammen.

Gegen die erstarkten Gäste rechnet die Vipers-Übungsleiterin mit einem „Fifty-fifty-Spiel“. An ihren Erwartungen lässt sie nach den drei Niederlagen zuletzt in Blomberg (29:31), gegen den Thüringer HC (29:38) und in Leverkusen (32:34) keine Zweifel: „Wir wollen unbedingt gewinnen, auch weil es ein Heimspiel ist.“

SV Union mit überragender Torhüterin

Dem Gegner von der Saale, gegen den die HSG eine ausgeglichene Ligabilanz vorweist (drei Siege, drei Niederlagen), bescheinigt Bremmer eine stetige Aufwärtsentwicklung. Einen kaum zu überschätzenden Anteil daran hat Anica Gudelj.

Die aus Kroatien stammende Torhüterin, die international für Bosnien-Herzegowina spielt, ist mit bislang 82 Paraden eine der Topkeeperinnen der Bundesliga. „Überragend“, nennt Bremmer sie, und sagt: „In jedem Spiel, das Halle gewonnen hat, hatte die Torhüterin eine gute Quote.“ Es werde deshalb wichtig werden, „dass wir unsere freien Chancen reinmachen und die Torhüterin nicht zu viel ins Spiel bringen“.

Ansonsten sieht die Vipers-Trainerin in den Wildcats eine souveräne, ausgeglichene Mannschaft mit einer guten Mischung zwischen jungen und routinierten Spielerinnen. Eine herausragende Feldspielerin hätten sie nicht. Erfolgreichste Werferin bisher ist die rechts im Rückraum agierende Julia Niewiadomska mit 26 Toren.

Bei der HSG war in der Weihnachtswoche eine Reihe von Spielerinnen erkrankt, die Vipers konnten nur in kleinen Gruppen trainieren. „Im Nachhinein war das vielleicht auch der Grund, warum sie in Leverkusen nicht so gut drauf waren“, mutmaßt Bremmer. Sie ist aber guter Dinge, dass gegen den SV Union alle dabei sind. „Die meisten waren am Anfang der Woche krank.“ (Gerhard Menkel)

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