Wesertals Landesliga-Handballer beim 23:30 gegen Zwehren/Kassel früh ohne Chance

Zu schwach im Abschluss

Ball weg: Die Landesliga-Handballer der HSG Wesertal, hier Alexander Linder (Mitte), schafften es selten, die Deckung des Tabellenzweiten HSG Zwehren/Kassel auszuspielen, und wenn, dann ließen sie zu oft gute Chancen aus. Foto: Nolte

Oberweser. Eine Baustelle so gut wie geschlossen, dafür eine andere, die sich wie ein Abgrund auftat: Die Landesliga-Handballer der HSG Wesertal der HSG Wesertal haben den ersten Sieg im Jahr 2012 verpasst. Dem Tabellenzweiten HSG Zwehren/Kassel unterlag man im Heimspiel mit 23:30 (8:13). Die zuletzt viel gescholtene Defensive der Wesertaler zeigte dabei eine ansprechende Leistung, diesmal patzte die Abteilung Attacke auf ganzer Linie.

„Wenn du deine Chancen nicht nutzt, kannst du kein Spiel gewinnen. Die Abwehr hat sich die Bälle gut erarbeitet, der Angriff hat sie fahrlässig wieder weggeschmissen“, lautete das Fazit von Wesertal-Trainer Andrew Houseman, dessen Team nicht nur klarste Chancen vergab, sondern dem auch eine Vielzahl von technischen Fehlern im Spielaufbau unterliefen.

Das 1:0 nach zwei Spielminuten sollte in der Oedelsheimer Sporthalle die einzige Führung der Hausherren bleiben, das anschließende 1:1 der letzte Ausgleich. Gegen eine kompakte Gästedeckung kam die Houseman-Sieben, die auf den erkrankten Niklas Herwig verzichten musste, ohnehin zu wenig guten Chancen und die wurden schlampig genutzt. Besser machten es die Zwehrener, die zwar im Positionsspiel ebenfalls viel Mühe gegen eine gut sortierte Wesertal-Defensive hatten, sich dafür im Abschluss aber cleverer präsentierten.

Schnell zogen die Gäste auf 7:3 (12.) davon. Wesertal konnte zwar noch einmal auf 5:7 (14.) verkürzen, aber in der 22. Minute hatte Zwehren beim 9:5 wieder den alten Abstand hergestellt. 8:13 lagen die Wesertaler zur Pause zurück, dabei hätten sie mindestens ein Remis halten müssen, vielleicht sogar in Führung liegen können, aber fünf Großchancen blieben ungenutzt.

Wer nach dem Seitenwechsel gedacht hatte, die Wesertal-Offensive könne unglücklicher nicht mehr agieren, sah sich getäuscht. Technischer Fehler, Fehlpass, technischer Fehler, zwei vergebene hundertprozentige Möglichkeiten - so sah die Bilanz der ersten Angriffe nach der Pause aus. Zwehren bedankte sich für so viel Ungeschick und zog auf 18:8 (38.) davon. Da half es auch nichts, dass Wesertal-Torwart Bode wie schon in Halbzeit eins sehr gut parierte. Das Spiel war gelaufen.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine offene Partie. Sowohl Hausherren als auch Gäste ließen es in der Abwehr etwas lockerer angehen. Im Angriff schien es, als sei den Wesertalern durch den hohen Rückstand eine Zentnerlast von den Schultern gefallen. Klar war das Torewerfen jetzt einfacher, aber ohne den Druck gewinnen zu können, fand der Ball besser den Weg in die gegnerischen Maschen. So gelang es den Gastgebern, die Niederlage noch einigermaßen erträglich zu gestalten.

HSG Wesertal: Bode (Tor), T. Wellhausen (Tor, nur 7M) - Regenthal (1), Bachmann, Lindner (1), Hartmann (3), Helling, Lange (1), Salam (1), S. Herwig (4), Böhm (3), Schwinge (5/1), C. Nickel (1), T. Nickel (3).

HSG Zwehren/Kassel: Conrads (Tor, bis 55.), Kauffmann (Tor, ab 55.) - Konietzka (3), Dümer (5), Rittmeier (8/5), Hess, Damm (8), Volland (2), Deix, Staubesand, Räsiger (3), Stingel, Konermann (1).

Schiedsrichter: Meifarth/Hess (TSG Dittershausen).

Zuschauer: 250.

Torfolge: 2:3 (7.), 3:7 (12.), 6:9 (23.), 8:13 (Halbzeit) - 8:18 (38.), 11:21 (42.), 16:24 (49.), 20:27 (54.), 23:30 (Endstand).

Von Jörg Nolte

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