Zimmersroder Mannschaft hat Spaß am Handball nicht verloren

Seit zwei Jahren nicht mehr gewonnen: Teamgeist hilft gegen Frust

Erzielte zwei der sieben Zimmersröder Tore: Rückraumspielerin Janina Alheit (Nummer 14), die sich hier gegen Brunslars Angela Haberle (r.) durchsetzt. Foto: Kasiewicz

Zwei Jahre ist es her, seit die Handballerinnen des TuS Zimmersrode zuletzt gewonnen haben. Den Spaß am Sport haben sie dennoch nie verloren. Auch wenn es manchmal schwer fällt.

In Felsberg läuft die letzte Spielminute in der Partie der Bezirksliga A 2 zwischen den Handballerinnen des TuS Zimmersrode und des TSV Eintracht Brunslar. Obwohl der TuS mit 6:38 in Rückstand liegt, bejubeln die Spielerinnen Janina Alheits Treffer zum 7:38 (0:18)-Endstand ausgiebig.

Schließlich war den Gastgeberinnen erst nach 35 Minuten das erste Tor (zum 1:20 durch Manuela Nowotny) überhaupt gelungen. Die Gäste kommen gut zehn Sekunden vor dem Ende noch einmal in Ballbesitz, und Torfrau Beate Steffens, die verletzungsbedingt an diesem Spieltag nicht mitwirken konnte, peitscht ihr Team von der Bank nochmal nach vorne. Doch ein weiteres Tor gelingt dem Team von Trainer Herbert Grimme nicht mehr. „Wir wollen uns trotz hoher Niederlagen den Spaß am Handball erhalten“, sagt TuS-Coach Grimme. „Meine Aufgabe als Trainer ist es dann, den Spielerinnen wieder Mut zu machen.“

Ohne Punktgewinn ziert das Team das Tabellenende. Das ist nichts Neues, seit zwei Jahren warten sie auf einen Sieg, durften sich zuletzt am 24. Februar 2013 über den 9:8-Erfolg über Gensungen/Felsberg freuen. Doch die Zimmersröderinnen geben nicht auf. Zu jedem Spiel präsentiert sich der TuS mit Einsatz und Leidenschaft.

Als beispielsweise Mandy Schrammel im Angriff einen Fehlpass produziert, setzt die 21-Jährige sofort nach und erkämpft sich unter dem Jubel ihrer Mitspielerinnen den Ball zurück. „Die Mannschaft hält super zusammen“, meint TSV-Übungsleiter Grimme. Trotz zum Teil deprimierender Pleiten haben die Handballerinnen die Freude an ihrem Sport nicht verloren.

„An die Niederlagen gewöhnt man sich“, erklärt Kerstin Wiegand. Freundschaftliche Bande im Team helfen, dass die Enttäuschung nicht lange anhält. Mehrere Akteurinnen spielen schon lange gemeinsam zusammen und unternehmen auch privat etwas.

Auch schon mal als Tröster gefragt: Tus-Trainer Herbert Grimme, hier mit Alina Schneider.

Zu Beginn der Saison stand die Mannschaft auf Grund des Karriereendes mehrerer Spielerinnen vor dem Aus. Doch die erfahrene Torfrau Steffens und Spielmacherin Manuela Nowotny schafften es, vier neue Spielerinnen zu gewinnen. Nowotny spielt nun mit ihrer Tochter Christin zusammen, die wiederum ihre Freundinnen zum Handballspielen begeistern konnte.

Den jungen Quereinsteigerinnen ist ihre Unerfahrenheit noch anzumerken. So führte Rechtaußen Shari Trebing einen Einwurf im Stile eines Fußballspielers aus. Dennoch das Team zeigt gute Ansätze. Spielerisch setzten sich die Zimmersröderinnen mehrmals gut gegen die kompakte Brunslarer Deckung durch. Nur beim Abschluss fehlte der Grimme-Sieben das Glück. Pfosten- und Lattentreffer verhinderten ein besseres Ergebnis. „Wir erfahrene Spielerinnen wollen den Jungen helfen und Tipps geben“, sagt Torhüterin Steffens, „aber sie brauchen für ihre Entwicklung noch etwas Zeit.“

Noch zwei Partien gegen die Spitzenteams HSG Werra WHO und die HSG Datterode/Röhrda stehen auf dem Programm, so dass die Turn und Sportgemeinschaft die Saison wohl punktlos beenden wird. Danach wolle sich die Handballerinnen zusammensetzen und überlegen, wie es weitergehen soll. „Ein paar neue Spielerinnen wären schon toll“, sagt Torfrau Steffens. In der Hoffnung, dass es in der nächsten Saison mal wieder mit einem Sieg klappt.

Von Marcel Glaser

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