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SG 09 Kirchhof fasst auch dank Kapitänin Spatz neuen Mut

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Von: Sebastian Schmidt

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Mit Kirchhof wieder auf Kurs: Trainer Martin Schwarzwald, der mit seinem Team den Derbysieg vergolden möchte.
Mit Kirchhof wieder auf Kurs: Trainer Martin Schwarzwald, der mit seinem Team den Derbysieg vergolden möchte, und hier mit Torfrau Aleksandra Orowicz jubelt. © Pressebilder Hahn

Am Ende war’s so, wie die Kräfteverhältnisse im Schwalm-Eder-Kreis nun einmal sind: Die SG 09 Kirchhof ist die heimische Nummer eins und arbeitet an der Rückkehr in die 2. Bundesliga. Lokalrivale SV Germania Fritzlar wäre schon froh, irgendwie die Klasse in der 3. Liga West zu halten.

Fritzlar/Kirchhof – Dennoch nehmen beide Teams Positives aus dem Derby mit, das Kirchhof in der Domstadt mit 36:27 gewann.

SV Germania Fritzlar

Jahrelang war die Abwehr das Prunkstück Fritzlars. Kernerarbeit als Faustpfand für die Drittliga-Meisterschaften in 2016 und 2020. Erinnerungen daran wurden im Derby über weite Strecken in der ersten Halbzeit wach. Da funktionierte der Mittelblock mit Maria Kiwa und Melina Hahn. Da nagelte Torfrau Paula Küllmer ihren Kasten phasenweise zu und brillierte mit zentimetergenauen Pässen für den Gegenstoß. „So gut haben wir lange nicht mehr verteidigt“, sagte denn auch Küllmer und avanciert somit zu einer Hoffnungsträgerin für die kommenden Wochen. Wohlwissend, dass es dieser Konzentration und Motivation endlich mal über zwei Halbzeiten bedarf.

Die letzten Spiele des Jahres haben es nämlich in sich. Und finden allesamt auswärts statt. Am Sonntag ist Fritzlar im Kellerduell in Wuppertal zum Siegen verdammt, ehe in den Partien bei den Top-Teams in Aldekerk (26.11.) und Köln (3.12.) jeder Punkt eine Überraschung wäre. „Wuppertal ist ein Endspiel“, erklärt Trainer Lucky Cojocar.

SG 09 Kirchhof

Das Derby lieferte Kirchhof die schönsten Emotionen der noch jungen Saison. Schon vor dem Anpfiff, als das strahlende Gesicht von Deborah Spatz eine Leidenszeit beendete. Nach neun Wochen Pause (Pfeiffersches Drüsenfieber) ist die Kapitänin zurück.

Und das mit Blick auf ihre (neuen) Mitspielerinnen höchst selbstbewusst: „Wir müssen lernen, dass wir uns in dieser Liga nur selbst schlagen können. Am Anfang waren wir noch nervös, dann haben wir unsere Fehler minimiert“, sagte Spatz. Die selbst als zuverlässige Siebenmeterschützin glänzte und nach der Pause geschont wurde. Allerdings nicht, weil ihr Kraft fehlte, sondern, weil das Risiko nach zwei Zeitstrafen zu groß für die Abwehrarbeit war.

Folglich kann die SG wieder voll mit der Rückraumspielerin planen. Drei Heimspiele gegen Leverkusen II (26.11.), Lank (3.12.) und Düsseldorf (17.12.) stehen in diesem Jahr noch an. Zudem ist Kirchhof in Recklinghausen (11.12.) gefordert. Dann mit für Trainer Martin Schwarzwald verbesserten Möglichkeiten. Während Anfang Oktober in Wülfrath sechs Feldspielerinnen durchhalten mussten, sind nun Wechsel ohne Qualitätsverlust drin.

„Wir haben jetzt wesentlich mehr Körner und erarbeiten uns eine Flut an Chancen“, betont Schwarzwald. Bester Dinge, mit seinem Team eine Aufholjagd im Kampf um den ersten Platz starten zu können. Um dann im Derby-Rückspiel am 25. März die heimischen Kräfteverhältnisse ein zweites Mal deutlich zu machen. (Sebastian Schmidt)

Sucht mit der Germania nach Konstanz: Fritzlars Trainer Lucky Cojocar.
Sucht mit der Germania nach Konstanz: Fritzlars Trainer Lucky Cojocar. © Pressebilder Hahn

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