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SG 09 Kirchhof feiert höchsten Saisonsieg - aber auch ein Wermutstropfen

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Von: Sebastian Schmidt

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Unwiderstehlich: Kirchhofs Lotte Iker (am Ball) trifft. Auch, weil sich Paulina Harder (unten links) gegen Steffi Bergmann sperrt.
Unwiderstehlich: Kirchhofs Lotte Iker (am Ball) trifft. Auch, weil sich Paulina Harder (unten links) gegen Steffi Bergmann sperrt. © Richard Kasiewicz

Dieses war der siebte Streich in Serie. Der nächste Kantersieg, der deutlichste Erfolg in dieser Saison. „Wir wollten ein weiteres Zeichen setzen und unseren Fans etwas bieten. Das haben wir vor allem in der ersten Halbzeit getan“, lobte Trainer Martin Schwarzwald sein Team der SG 09 Kirchhof nach dem 35:18 (20:6) gegen den TVB Wuppertal in der 3. Handball-Liga West.

Melsungen – Nur ein Schönheitsfehler war der 0:2-Rückstand durch einen Doppelschlag von Rieke Rosner (3.). Dann blockte Anna-Maria Spielvogel, was es an Würfen von Nora Becker zu blocken gab. Von Wuppertals Top-Talent, mit dem Kirchhof beim 25:21 Probleme hatte – und das nun ohne Treffer blieb. Da störte Deborah Spatz auf der Spitze geschickt die Angriffe der Gäste und da machten auf den Halben Lina Nöchel und Paulina Harder die Räume derart eng, dass Torfrau Alexsandra Orowicz erst gar nicht all ihre Klasse aufbringen musste.

Über 6:2 (12., Spatz) und 9:4 (16., Pandza) bis hin zum 15:4 in Unterzahl durch Spielvogels Siebenmeter (24.) war schnell nur die Frage des Heimsiegs noch entscheidend. Schon ab der 15. Minute konnte Schwarzwald erste Wechsel vornehmen, um allen Akteurinnen Spielpraxis zu verschaffen und mit Blick auf den Endspurt der Saison im Aufstiegskampf variabler zu werden. Als Vorgezogene wusste etwa Lotte Iker zu überzeugen, auf Halb verdiente sich Katharina Koltschenko einige Meriten.

Abwehr bis zur Pause überragend

Da feierten erneut 400 Fans durchaus zweitligatauglich ihre Mannschaft, die aufs Gaspedal drückte und von allen Position erfolgreich war. Allein Wuppertals herausragende Torfrau Dana Centini, die zehn „Freie“ wegnahm, verhinderte einen noch deutlicheren Erfolg. Das Resultat wurde über 22:7 (33., Iker) und 27:13 (50., Spielvogel) erst am Ende nochmal an die Höhe geschraubt.

Die Freude darüber hielt sich jedoch aus zwei Gründen in Grenzen. Zum einen, weil das Team nach dem 20:6 zur Pause mit einem noch klareren Sieg geliebäugelt hatte. Zum anderen aber auch, weil es einen Wermutstropfen gab. Zwei Minuten vor Schluss knickte ausgerechnet Ausnahmekönnerin Spielvogel um und musste vom Feld getragen werden. Doch da der nächste Einsatz in Dortmund erst in zwei Wochen ist, besteht bei Kirchhof Hoffnung auf ein Spitzenspiel mit Spielvogel – und den achten Streich in Serie. (von Sebastian Schmidt)

Die Statistik:

Kirchhof: Orowicz, Stannies (ab 30. Minute) - Iker 3, Jaén Loro, Spielvogel 11/5, Spatz 5/1, Nöchel 4, Koltschenko 1, Hafner 2, Harder 1, Pandza 5, Boras 3.
Wuppertal: Centini, Hergarten - Kaminska 1, Ostermann 3/1, Bergmann 1, Rosner 3/1, Wunderling 1, Illigen, Demmig 1/1, Gössl 2, Stock 6, Becker.
SR: Bernhardt/Zick. Z: 400.
Siebenmeter: 6/8:3/4. Zeitstrafen: 4/4-Minuten.

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