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SG 09 Kirchhof lässt die Muskeln spielen und siegt nach 5:9 noch mit 36:27 in Fritzlar

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Von: Sebastian Schmidt

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Herausragend: Kirchhofs Anna-Maria Spielvogel (l., die hier Hannah Berk stehen lässt) war ein Schlüssel zum Sieg.
Herausragend: Kirchhofs Anna-Maria Spielvogel (l., die hier Hannah Berk stehen lässt) war ein Schlüssel zum Sieg. © Pressebilder Hahn

25 Minuten lang war es ein extrem packendes Derby. 25 Minuten lang lag durchaus eine Überraschung in der Luft. 25 Minuten lang führten die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar mit bis zu vier Toren. Doch dann machten die Gäste der SG 09 Kirchhof ernst.

Fritzlar – Und entschieden das Nachbarschaftsduell der 3. Liga West letztlich souverän mit 36:27 (15:14) für sich. Womit Kirchhof nach zuvor zwei Niederlagen zurück in der Spur ist, während der Druck im Kampf um den Klassenerhalt für Fritzlar größer wird.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es noch so eindeutig wird. Die Körpersprache hatte doch von Anfang an bei uns gestimmt“, musste SVG-Coach Lucky Cojocar eingestehen, der bis kurz vor der Pause die „beste Saisonleistung“ seines Teams sah. Allen voran drückte Paula Küllmer dem Derby ihren Stempel auf. Hoch motiviert gegen ihren Ex-Verein zeigte sie Parade um Parade. Machte den Gästen lautstark klar, dass mit ihr nicht gut Kirschen essen ist.

Küllmer brilliert bis zur Pause

Und Küllmer parierte nicht nur, sie hielt auch Würfe wie von Lina Nöchel fest (11.), brillierte blitzschnell mit einem eigenen Treffer ins verwaiste Tor zum 5:3 (11.) und ebnete mit ihren Harpunen ein ums andere Mal den Weg zu Erfolgserlebnissen für ihre Mitspielerinnen. „Paula war heiß wie Frittenfett“, lobte denn auch Kirchhofs Trainer Martin Schwarzwald, der in den ersten Halbzeit als Reaktion auf die starke Vorstellung des Gegners bis auf die sicheren Außen Anamarija Boras und Julie Hafner, die beide auf eine Quote von 100 Prozent kamen, durchwechselte. Und Lösungen fand.

Im 5:1-System in der Deckung wurde die SG sicherer. Das Spiel mit der siebten Feldspielerin funktionierte. Anna-Maria Spielvogel und Regisseurin Lotte Iker steigerten sich und rissen im Rückraum das Zepter an sich. Zudem feierte Kapitänin Deborah Spatz eine glänzende Rückkehr und verwandelte alle acht Siebenmeter traumhaft sicher. Da konnte es Kirchhof sogar verschmerzen, dass Carlotta Fege noch nicht wieder fit war und nur einen Kurzeinsatz flog. Dafür fanden sich in der Deckung Spielvogel und Harder. „Paulina hat nach der Pause jedes Eins-gegen-Eins-Duell gewonnen“, lobte Schwarzwald.

Spielvogel ragt heraus

Über 9:5 (17.) durch die formstarke Chantal Reimbold sowie 12:9 durch den einzigen Treffer von Melina Hahn (24.) lag Fritzlar noch vorn und muss sich allein den Vorwurf gefallen lassen, nicht höher geführt zu haben. Das bestrafte besonders Spielvogel. Mit dem 15:14 in letzter Sekunde der ersten Halbzeit und drei Treffern nach Wiederanpfiff war die Erstliga erprobte Spielerin maßgeblich an der Wende zum 19:15 (35.) beteiligt. In deren Folge sich die SG nicht beirren ließ und über 28:19 (46.) nach einem 7:2-Lauf noch einen Kantersieg feierte. Wonach es nach 25 Minuten beileibe nicht aussah. (Sebastian Schmidt)

Die Statistik:

Fritzlar: Küllmer (1 Tor, 11 Paraden/22 Gegentore), Gürbig (3/14) - Dietrich 4, Stockschläder 2, Reimbold 6, Ahrend 1, Israel 1, Berk 5, Kühlborn 1, Kiwa 5/1, Ringleb, Hahn 1.

Kirchhof: Orowicz (4 P./9 GT), Stannies (6/18) - Boras 4, Pandza, Harder 1, Hafner 3, Koltschenko, Fege 1, Nöchel 4, Spatz 10/8, Spielvogel 7, Jaén Loro 1, Iker 5.

SR: Ernst/Friedhoff. Z: 220.

Siebenmeter: 1/1:8/8. Zeitstrafen: 6:8-Minuten.

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