3. Liga:

SG 09 Kirchhof mit Kapitänin Evjen und Rückenwind nach Wolfsburg

Ida Evjen
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Ida Evjen

Ein Saisonauftakt ist häufig von Nervosität begleitet, sind Voraussagen über den Leistungsstand der Teams doch nur schwer zu treffen. Ganz anders bei den Drittliga-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof, die nach dem Pokal-Coup gegen Zweitligist Wuppertal mit ordentlich Rückenwind zum VfL Wolfsburg (Sa. 19 Uhr) reisen.

Kirchhof – Dennoch warnt SG-Coach Dragos Negovan vor dem Neuling. Der – weil neben dem VfL nur Werder Bremen II für die 3. Liga meldete – ohne ein Relegations-Spiel zu absolvieren aufstieg: „Sie sind schwer einzuschätzen und wir dürfen nicht den Fehler machen, sie zu unterschätzen“. Die Vorbereitung fällt auch besonders schwer, weil das letzte Wolfsburger Pflichtspiel auf den 25. Oktober 2020 datiert. Und dementsprechend kein aktuelles Videomaterial zur Analyse zur Verfügung stand

Für die Löwinnen heißt das, dass „wir nur auf uns gucken“ (Negovan). Gearbeitet wurde in der laufenden Trainingswoche besonders am Abschluss. Denn gegen Wuppertal blieben noch zu viele gute Möglichkeiten ungenutzt. Da trifft es sich gut, dass auch Kapitänin Ida Evjen nach überstandener Grippe am Mittwoch wieder ins Training einstieg. Allein Torhüterin Aleksandra Orowicz (Beinverletzung) wird noch länger fehlen.

VfL fehlen zwei Spielmacherinnen

Oliver Bült hingegen hat den Kirchhofer Pokalsieg per Stream verfolgt. „Beeindruckend“ fand der VfL-Trainer den Auftritt des neuformierten Teams. Für dessen junge Mannschaft (Altersdurchschnitt 22 Jahre) aus der Autostadt geht es allein um den Klassenerhalt. „Das ist schon eine immense Aufgabe“, sagt der Wolfsburger Coach.

Dazu lief die Vorbereitung haarsträubend, war von Verletzungssorgen und Hallenproblemen geprägt. Gegen die SG fehlen die Spielmacherinnen Anna Fanslau und Cindy Degen verletzungsbedingt. Alternativ bieten sich Fabienne Kohn und Kim Klauenberg an. Viel Erfahrung besitzt die 45-fache polnische Ex-Nationalspielerin Edyta Kuczynska am Kreis und die reaktivierte Torfrau Meike Tornow, die schon mit Mainzlar 2. Liga spielte.

Talent bringt die frühere U 18-Nationalspielerin Mareike Kusian mit, die mit Lena Witzke, die schon zu Zweitliga-Zeiten für den VfL auflief, die rechte Angriffsseite bildet. Ein hoffnungsvoller Neuzugang ist die 17-Jährige Pia Liebing, die im Sommer mit der B-Jugend der HSG Hannover-Badenstedt die Deutsche Meisterschaft feierte. (Marcel Glaser)

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